Freizeit

Hagen: Open-Air-Festival erarbeitet sich Kultstatus

Beim Festival am Bismarckturm treten auch die Band  „Carl und Consorten“ und die Gruppe „Feuerfest“ mit einer Feuershow auf.

Beim Festival am Bismarckturm treten auch die Band „Carl und Consorten“ und die Gruppe „Feuerfest“ mit einer Feuershow auf.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Wehringhausen.  Festivalfeeling auf dem Goldberg: Etliche genießen die Atmosphäre beim Schnurlos-Festival am Bismarcktrurm.

Mit der Zeit ist es fast schon Tradition. Einmal im Jahr gibt es Festivalfeeling auf dem Goldberg. Das ganze ohne festen Stromanschluss, umsonst und draußen.

Die Rede ist vom Wehringhauser Schnurlosfestival, das am Freitag und Samstag im Schatten des Bismarckturms in seine vierte Auflage ging. Ein etwas anderes Festival, das sich langsam, aber sicher Kultstatus erarbeitet.

Wanderung zum Gelände

Schon der Weg zum Festivalgelände hat es in sich. Autos sind von den Veranstaltern auf dem Goldberg nicht gewünscht. Wer feiern will, muss laufen. Wer die Wanderung gemeistert hat, erblickt eine liebevoll gestaltete Zeltstadt. Die Bühne auf dem Plateau des Turmes aus dem Jahr 1901 befindet sich unter einem Pfadfinderzelt. Der Strom fürs Bühnenequipment kommt aus großen OP-Notstrom-Batterien der Wehringhauser Firma Hawker. Neben der Bühne stehen Pavillons und Armeezelte zum Regenschutz. Im hinteren Bereich des Geländes befindet sich ein kleiner Campingplatz. Abgerundet wird die gemütliche Atmosphäre durch Lichtinstallationen rund um den Bismarckturm.

Gemütliche Atmosphäre

„Die Location ist wirklich der Knaller“, freut sich Besucher Martin Romberg vor seinem Zelt. Der Hagener ist gemeinsam mit seiner Freundin zum dritten Mal Gast beim Schnurlosfestival: „Ich mag einfach die gemütliche Atmosphäre.“

Musikalisch starte das Festival am Freitagnachmittag mit der Hagener Band „Dice ‘n‘ Aces“. Headliner war am Samstagabend die Band „Lautstärke“ aus Euskirchen. Das Line-up komplettierten die Hagener „Krautboys“ und weiter Bands und Singer- Songwriter aus Hagen und Umgebung. Für Organisator Stefan Otto war das Line-up Highlight des diesjährigen Schnurlosfestivals: „Dieses Jahr hatten wir alles dabei. So bunt gemischt war es noch nie.“

Es war aber nicht nur das musikalische Programm, was die Besucher auf dem Goldberg begeisterte. Auch die Möglichkeit, bei Nacht auf dem Bismarckturm einen Blick über Hagen zu werfen, führte bei einigen Gästen zu einem spontanen Ausbruch von Heimatliebe. So bemerkten zwei Jugendliche beim Blick über die nächtliche Stadt verdutzt: „Guck mal, wie schön Hagen eigentlich ist.“

Ehrenamtliche Helfer

Etliche ehrenamtliche Helfer unterstützten das Organisationsteam um Stefan Otto.

Trotzdem kam es bei der Finanzierung des kostenlosen Festivals wieder auf die Besucher vor Ort an. Neben Sponsorengeldern wird beim Schnurlosfestival fast die Hälfte der Kosten durch den Verkauf von Speisen und Getränken gedeckt.

„Wir planen deshalb immer nur von Festival zu Festival“, sagt Otto. Im Blick auf das Schnurlosfestival 2020 ist der Organisator guter Dinge. „Mit den Besucherzahlen sind wir zufrieden. Es lief gut. Wir machen weiter.“ Und auch Dauergast Martin Romberg und seine Freundin freuen sich auf die Fortsetzung in 2020. „Wacken hatte beim erstem Mal auch nur 800 Besucher. Wir sind im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder mit dabei.“

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