Kultur

Hagener Künstler Bernhard Paura stellt in der Sparkasse aus

Bernhard Paura zeigt im Sparkassen-Karree 50 Arbeiten aus Metall – allesamt entstanden in den vergangenen zehn Jahren.

Bernhard Paura zeigt im Sparkassen-Karree 50 Arbeiten aus Metall – allesamt entstanden in den vergangenen zehn Jahren.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen-Mitte.  Der beliebte Hagener Künstler Bernhard Paura stellt ab dem 19. November im Sparkassen-Karree 50 Arbeiten aus.

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An die 200 Besucher werden zur Eröffnung der Jubiläumsausstellung erwartet. Ein Zeichen dafür, wie beliebt Bernhard Paura ist und wie er von Kunstfreunden in Hagen und aus den Nachbarstädten wertgeschätzt wird. Ab Dienstag, 19. November, präsentiert der Künstler, der im April seinen 80. Geburtstag gefeiert hat, im Sparkassen-Karree an die 50 Werke, allesamt entstanden in den vergangenen zehn Jahren.

Seit 1956 in Hagen

Zuletzt hat der in Ostpreußen geborene und seit 1956 in Hagen lebende Paura 2009 – zu seinem 70. Geburtstag – im Karree ausgestellt, „meine damals gezeigten Bilder waren reine Ton-in-Ton-Arbeiten“, blickt der gelernte Werkzeugmacher zurück.

Und heute? Hat Bernhard Paura die Farbe, wenn auch gedeckt, für sich entdeckt. Seinem Lieblingsmaterial – Metall in allen Variationen – ist er treu geblieben, „doch mittlerweile greife ich auch gern zu Pastellfarbstiften und koloriere das Metall nach“.

Farbigkeit entdeckt

Durch Farbigkeit komme einfach mehr Leben ins Bild, „ich kann abstrahierte Landschaften ausdrucksstärker abbilden“, konkretisiert Bernhard Paura. Und mit verschmitztem Lächeln fügt er an: „Außerdem spiegeln meine Bilder wider, dass auch das Alter durchaus schöne und farbige Seiten­ hat. Ja, auf eine Art und Weise wird es immer besser.“

Seit Jahrzehnten tummelt sich Bernhard Paura auf Schrottplätzen, um geeignetes Material für seine Bilder und Skulpturen zu finden. Als „Schrottkünstler“ möchte er dennoch nicht bezeichnet werden, „ich arbeite mit Metall und zeige, wie es sich im Laufe der Zeit verändert. Jedes Blech rostet anders – das ist faszinierend.“

Apropos Bleche: „Grundsätzlich breche ich die Bleche, die ich verwende. Bleche zu zerschneiden, nein, das wäre für mich fürchterlich.“ Durch die sich überlagernden Bleche würden Landschaften mit Perspektive, mit Vorder- und Hintergrund, entstehen, „man träumt sich in die Tiefe. Ich bin oft selbst überrascht, was aus dem derben Material Metall entsteht.“

Auf einem Schrottplatz in Vorhalle hat Bernhard Paura eine alte Dachrinne gefunden; Teile davon hat er für eine seiner jüngsten Collagen verwendet, „fantastisch, wie verwittertes Zink die wildesten Strukturen entwickelt.“

Gern erinnert sich der unprätentiöse Mann an ein Fundstück aus Dänemark: „Dort hab’ ich eine Holz-Metall-Konstruktion aus dem Wasser gefischt. Zuhause kam mir dann der Gedanke, daraus ein Narrenschiff zu fertigen.“

Mitglied im Hagenring

­Was dem Künstler, der seit mehr als 40 Jahren Mitglied in der Künstlervereinigung Hagenring ist und der seit gut zehn Jahren mit großer Leidenschaft ein Atelier an der Bülowstraße 23 betreibt, am Ausstellungsort Sparkassen-Karree besonders gefällt? „Die extrem langen Wände sowie die hohen Decken. Und die Möglichkeit, die ausgestellten Bilder professionell ausleuchten zu können,“ schwärmt der bescheidene Künstler.

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