Bildung

Schulhof mit Verkehrsparcours in Hagen für 8500 Euro

Kollegen und Spender freuen sich mit Schulleiterin Verena Lange (vorne rechts) über den Verkehrsparcours.

Kollegen und Spender freuen sich mit Schulleiterin Verena Lange (vorne rechts) über den Verkehrsparcours.

Foto: Heinemannschule

Ein Verkehrsparcours, drei Matschtische, eine Sitzecke – für die Schüler der Heinemann-Schule kommt das Außengelände jetzt viel attraktiver daher.

Für 8500 Euro wurde der Schulhof der Gustav-Heinemann-Schule in Oberhagen neu gestaltet. Zu den herausragenden Elementen gehören drei Matschtische und ein Verkehrsparcours. Aber auch bei den übrigen Neuerungen bewahrt die Schule die Balance zwischen spielerischem Wert und pädagogischem Nutzen.

Bislang war der Schulhof der Lehranstalt mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung eher sparsam ausgestattet. Eine kleine Rutsche samt Kletterbereich, ein Sandkasten und Tischtennisplatten – viel mehr war nicht. Im Rahmen einer Qualitätsanalyse hatte sich bereits vor fünf Jahren gezeigt, dass weitere Angebote für die derzeit rund 240 Kinder und Jugendlichen notwendig wären. Doch für außergewöhnliche Anschaffungen fehlen, wie an anderen Schulen auch, nicht selten die Mittel. Also machten sich Schulleiterin Verena Lange und ihr Team schließlich selbst auf den Weg, um Geld für die gewünschte Aufwertung des Schulhofes einzuwerben.

Sitzen auf Robinienstämmen

Mit Erfolg. Die Sparkasse Hagen-Herdecke spendete 2000 Euro für mehrere Robinienstämme, die den Schülern künftig als Sitzecken dienen, in denen sie plaudern und sich die Zeit vertreiben können. Der „Stadtbote Hagen“ und „Paulchens Dampfgrill“ steuerten gemeinsam insgesamt 3000 Euro bei, mit denen die drei Matschtische finanziert werden konnten. „Die kommen natürlich gerade beim herrschenden Sommerwetter bestens an, die Kinder sind begeistert“, sagte Schulleiterin Lange.

Verkehrserziehung wichtiger Inhalt

2500 Euro machte die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl locker, um den Schulhof zu bemalen, Hüpfkästchen aufzustellen und einen Verkehrsparcours zu gestalten. Denn Verkehrserziehung gehört zu den fundamentalen Unterrichtsinhalten an der Heinemann-Schule. Der Parcours kann daher nicht nur mit Dreirädern und Kettcars befahren werden, auch Fahrradtraining findet hier statt. Am Zebrastreifen, auf den die Schule besonders viel Wert gelegt hat, lernen die Schüler, wie sie eine Straße sicher überqueren können, in einem kleinen Kreisverkehr können sie üben, dass man stets nach rechts in einen Kreisel hinein fahren muss. Auch Ampeln und Verkehrsschilder können bei Bedarf aufgestellt werden.

Schülerfirma Garten

Weitere 1000 Euro von der Sparkasse wurden der Schülerfirma Garten für den Aufbau eines Hochbeets zur Verfügung gestellt. Bei der Firma handelt es sich nicht um ein externes Unternehmen, sondern ein Konzept der Schule, das den Jugendlichen den Erwerb lebenspraktischer und sozialer Kompetenzen ermöglichen soll. Aufgeteilt ist die Firma in sechs Abteilungen: Backen, Fahrrad, Service und Reparatur, Bügeln, Büro und eben Garten. „Die Schüler lernen Rasen zu mähen, Gehölze zu schneiden, Gemüse zu ziehen und weitere gärtnerische Tätigkeiten“, berichtet Verena Lange.

Gegen entsprechendes Honorar erledigt die Firma dann auch Außenaufträge. Ins Arbeitsleben wechseln die meisten zwar nach Beendigung ihrer Schulzeit nicht, doch auch in der unterstützten Beschäftigung, etwa in den Werkstätten für Behinderte, gibt es Gartenbereiche, in denen sie vom Gelernten profitieren.

Die Schulleiterin bewertete die Neugestaltung des Schulhofes jedenfalls durchweg positiv: „Unsere Schüler haben nun vielfältige neue Angebote, um die so wichtige Pause und den auch an der Schule angebotenen Freizeitbereich abwechslungsreich zu verbringen und auf individuelle Weise nutzen zu können.“ Die Gestaltung der Freizeit sei neben traditionellen schulischen Inhalten ein wichtiges Förderanliegen der Gustav-Heinemann-Schule.

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