Mord

Mord in Hagen: Leiche sollte einbetoniert werden

Zwei Polizisten vor dem Haus in Hagen-Delstern, in dem die leblose Frau (59)  gefunden wurde. Die Frau sollte einbetoniert werden.

Zwei Polizisten vor dem Haus in Hagen-Delstern, in dem die leblose Frau (59) gefunden wurde. Die Frau sollte einbetoniert werden.

Foto: Alex Talash

Delstern.  In einem Haus in Hagen ist eine leblose Frau gefunden worden. Die Leiche sollte im Keller einbetoniert werden. Haftbefehl gegen 75-Jährigen.

Nach einem Leichenfund in einem Mehrfamilienhaus an der Delsterner Straße im Hagener Stadtteil Delstern ist gegen einen 75-jährigen dringend tatverdächtigen Mann, den die Polizei festgenommen hat, Haftbefehl erlassen worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Hagen am Donnerstag mit. Eine Mordkommission ermittelt die Hintergründe.

In den Nachmittagsstunden des Mittwochs war die Polizei in den Hagener Süden gerufen worden. Der mutmaßliche Täter selbst hatte nach Angaben der Polizei den Notruf getätigt. Die Polizeibeamten fanden eine 59-jährige, die in dem Mehrfamilienhaus wohnte, tot in einem Loch in einem Kellerraum auf.

Leiche sollte offenbar einbetoniert werden

Neben der Leiche waren Werkzeuge und Zementsäcke bereitgelegt worden. Von daher geht die Polizei davon aus, dass der Täter beabsichtigte, die tote Frau im Kellerboden einzubetonieren. „Da derzeit ein Gewaltverbrechen angenommen wird, hat eine Mordkommission der Hagener Polizei die Ermittlungen aufgenommen“, so Polizeisprecher Tino Schäfer.

Im Tatverdacht steht ein 75-jähriger Nachbar der Getöteten. Er wohnt in einer Wohnung im selben Haus. Kurz nach Auffinden des Opfers in dem Haus war der Mann vorläufig festgenommen worden.

Mutmaßlicher Täter gerät mit Nachbarin in Streit

In einer ersten Vernehmung gab der 75-Jährige an, dass er am gestrigen Tag mit seiner Nachbarin in Streit geraten sei. Im Zuge der Auseinandersetzung sei die Frau zu Tode gekommen.

Die genauen Umstände des Vorfalls sind derzeit Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Der ermittelnde Staatsanwalt Michael Burggräf machte sich vor Ort selbst ein Bild vom Tatort und den genaueren Umständen. Um die Todesursache der Frau letztlich zu klären, wurde eine Obduktion der Leiche angeordnet.

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