Gebläsehalle

Begeisterte Besucher bei der Comedy Gala in Hattingen

Johannes Flöck bei seinem Auftritt in der Sparkassen Comedy Gala in der Gebläsehalle in Hattingen.

Johannes Flöck bei seinem Auftritt in der Sparkassen Comedy Gala in der Gebläsehalle in Hattingen.

Foto: Walter Fischer / Funke Foto Services GmbH

Hattingen.  Hans-Hermann Thielke, Murzarella, Johannes Flöck und Ausbilder Schmidt – sie alle sorgten bei der Sparkassen Comedy Gala in Hattingen für Spaß.

Die Sparkassen Comedy Gala ist quasi ein „Best of Nachtschnittchen“ – und sie hat für jede Art von Humor beste Unterhaltung geboten. Hervorragend wie immer führte Helmut Sanftenschneider durch den Abend auf der Henrichshütte – und lieferte auch einen selbst gedichteten Song zum Klimaschutz.

Der Mix der amüsanten Wahnsinnigkeiten war breit. Natürlich im grünen Strickpullunder trat wieder Hans-Hermann Thielke auf. Sie wissen schon, das ist der aus Itzehoe. Der eigentlich nie so richtig aus seinem Dorf herausgekommen ist. Aus seinem Leben als Postbeamter konnte er wie immer viel erzählen, vor allem auch davon, was sich in der völlig neuen, modernen Welt so alles geändert hat.

Hans-Hermann Thielke erklärt die Welt der Elektro-Autos

Da sind die neumodischen Elektroautos. Herrlich umständlich machte er die leisen Geräusche der Wagen nach. „Auch die Post fährt jetzt mit so eckigen gelben Autos herum. Ganz leise. Wenn die die Post bringen morgens sind die ganz leise, bssssss, und genau leise fahren sie auch wieder zurück. Also, wenn’s ne Sackgasse war, bsssss.“

Dabei zeigte er immer mit der Hand wie sie fahren, als fehlten ihm die Worte, irgendetwas zu erklären. Auf einmal sei die Post da und man habe keine Ahnung, wo sie hergekommen ist. Diese Autos seien auch bei hohen Geschwindigkeiten leise. „Sehr gefährlich, sie können schnell überfahren werden. Der einzige Trost ist, dass sie wenigstens umweltfreundlich überfahren worden sind.“

„Bauchsängerin“ Murzarella sorgt für Bewunderung und Spaß

Für viel Bewunderung und Spaß sorgte die einzige „Bauchsängerin“ der Welt, Sabine Murza, genannt Murzarella. Die ausgebildete Musical- und Opernsängerin trat mit ihrer Handpuppenfamilie auf, die aus einer Kanalratte, einem wahnsinnigen Kakadu und der Buchhalterin Frau Adelheid besteht. Figuren, die frech, rockig oder beschwipst ihre Murzarella so gut es geht auf der Bühne nerven. Dabei sieht man als Zuschauer tatsächlich nicht, dass die Künstlerin selbst (hervorragend) singt und spricht. Hohe Kunst.

Wer Probleme mit dem Alter hat, war bei Johannes Flöck gut aufgehoben. Denn er machte sich Gedanken darüber, wie relativ das Alter doch ist. Er sei jetzt 51 Jahre alt. Heute, stellte er fest, würde er gar nicht mehr reagieren, wenn jemand zu ihm sagt: „Hallo, junger Mann“. Die Sache mit dem Alter sei eben sehr relativ. Er pickte ein Mädchen aus dem Saal, junge 14 Jahre alt, und erklärte, dass selbst 14 Jahre nichts heiße. Es komme eben darauf an, von welcher Seite man guckt.

Super in Form war zum Abschluss Ausbilder Schmidt

Super in Form war zum Abschluss Ausbilder Schmidt. Wie immer mit Sonnenbrille, Stiefeln und rotem Barett. So gehe er im übrigen auch in die Sauna. Ganz nackt. Nur mit Sonnenbrille und Stiefeln. Es sei gerade aus dem Emsland gekommen, erklärte er, wo es viel Torf gibt, der wie Zunder brenne. Da seien ja vor einiger Zeit bei Raketentests riesige Flächen in Brand geraten.

Er müsse aber seine Kollegen in Schutz nehmen. „Das konnte ja wirklich keiner ahnen, dass so ein Ding plötzlich funktioniert“, stellte er fest und brachte den Saal zum Brüllen. Mit dem guten Gefühl verließen die Besucher die Gebläsehalle. Sie waren sichtlich begeistert.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben