BOULE

Boule-Begeisterte ermitteln den Stadtmeister von Hattingen

Gerd Walther von der Aktionsgemeinschaft Winzermark in Aktion.

Gerd Walther von der Aktionsgemeinschaft Winzermark in Aktion.

Foto: Manfred Sander / FUNKE Foto Services GmbH

Zur zehnten Hattinger Stadtmeisterschaft im Boule treten neun Teams auf insgesamt drei Anlagen an. So ist es gelaufen.

Hattingen. Zum bereits zehnten Mal fanden jetzt die Stadtmeisterschaften im Boule statt, Ausrichter war die Aktionsgemeinschaft Winzermark, zugleich auch der Titelverteidiger. Und das Interesse am Turnier war einmal mehr groß: Insgesamt neun Team nämlich traten an zu dem Vergleich, der diesmal auf den Boule-Anlage an der Talstraße, der Schulstraße und im Hillschen Garten am Holschentor stattfand. Wem Bürgermeister Dirk Glaser – selbst Boule-Spieler, am Ende wohl den Siegerpreis überreichen konnte?

Boule fördert die Freundschaft

Die Stadtmeister des Vorjahres geben sich zumindest selbstbewusst. „Wir verteidigen heute den Titel‘‘, sagt Bernd Hallmann, der in einem Team mit Helga Walther und dessen Ehemann Gerd spielt, dem Mann, der einst die Idee zur Boule-Stadtmeisterschaft hatte. Andere sind nicht ganz so ehrgeizig: ,,Boule fördert die Freundschaft‘‘, sagt Jürgen Gentzner vom Team Niederwenigern. ,Unser Motto lautet: Den Pokal zu gewinnen, ist gut, ein schönes Spiel zu haben ist aber genauso schön.“‘

Letzteres würde Gerd Walther, der seit seinem zwanzigsten Lebensjahr Boule spielt, kaum verneinen. Boule lernte der heute 79-Jährige einst in Frankreich-, Portugal-, Spanienurlauben lieben. ,,Hattingen ist die Stadt der Bouler‘‘, sagt er. Und erläutert die Regeln für das aktuelle Turnier: ,,Wir spielen heute im Triplette, das bedeutet drei Spieler mit je zwei Kugeln. Sechs Spiele á 45 Minuten werden gespielt. Es gibt Vorrunde, Viertel-, Halbfinale und Finale.‘‘

Drei Mannschaften haben abgesagt

Drei Mannschaften haben zwar krankheitsbedingt und wegen des prognostizierten Unwetters abgesagt. ,,Letztendlich spielen wir aber bei jedem Wetter‘‘, betont Gerd Walther. Und betont: ,,Boule verlangt einem körperlich einiges ab. Es geht ja nicht einfach darum, Kugeln zu werfen. Bei uns zählen Disziplin und sportlicher Ehrgeiz, aber natürlich auch die Gemeinschaft und das anschließende gemütliche Zusammensitzen.‘‘ Für Letzteres stehen an diesem Samstag dabei Campingstühle, Sonnenschirme und ein Grill bereit.

Im Laufe des Turniers – bei dem auch Spieler aus Kupferdreh und Burgaltendorf zugegen sind und mit Gilbert Kiesel zudem ein echter Profi, der schon bei Deutschen Boule-Meisterschaften gespielt hat – kommt es zu einigen hitzigen Diskussionen auf dem Spielfeld. Oft geht’s bei einem Rückstand nämlich nur um einen Punkt. ,,Da kommt es mitunter zu spannenden Aufholjagden‘‘, erklärt Gerd Walther. ,,Das ist, was das Spiel so interessant macht.‘‘

Die Titelverteidigung misslingt

Und sonst? Nun: Die Titelverteidigung gelingt der Aktionsgemeinschaft Winzermark entgegen der Ankündigung Bernd Hallmanns nicht. Mit 13:7 sichern sich die ,,Ruhrpott Camper I‘‘, mit Gerd Lümmer, Heiner Ziegler und Horst Krebs, den ersten Platz vor den ,,Ruhrpott Campern III‘‘. Die Aktionsgemeinschaft Winzermark wird Dritter.

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