Wirtschaft

Die meisten Unternehmen in Hattingen sind noch zufrieden

Die IHK Mittleres Ruhrgebiet - hier Hauptgeschäftsführer Eric Weik - hat neue Konjunkturdaten vorgelegt.

Die IHK Mittleres Ruhrgebiet - hier Hauptgeschäftsführer Eric Weik - hat neue Konjunkturdaten vorgelegt.

Foto: Ralf Rottmann / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Die Herbst-Konjunkturumfrage der IHK Mittleres Ruhrgebiet liegt jetzt vor. Eine Erkenntnis ist: Es gibt weniger Auftragseingänge aus dem Ausland.

Eine große Mehrheit der Unternehmen im mittleren Ruhrgebiet ist mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden. Das teilt die IHK Mittleres Ruhrgebiet mit. Demnach bezeichneten 91 Prozent der Unternehmen, die an der Herbst-Konjunkturumfrage der Kammer teilgenommen haben, ihre wirtschaftliche Lage noch immer als „gut“ oder „befriedigend“.

Dieser Wert liege nur leicht unter dem vom Jahresanfang, teilt die IHK Mittleres Ruhrgebiet mit. 202 Unternehmen hätten in Bochum, Herne, Witten und Hattingen an der Befragung teilgenommen.

Der Konjunkturklimaindex, der die Beurteilung der aktuellen und zukünftigen Geschäftslage in einem Wert darstelle, sei in diesem Herbst auf 109 Punkte gesunken; das sei noch immer stark, aber dennoch ein spürbarer Rückgang nach dem Rekordhoch von 132 Punkten vor einem Jahr.

Drei von vier Betrieben erwarten keine negative Entwicklung

Fast jedes vierte Unternehmen sehe inzwischen Anzeichen dafür, dass man in naher Zukunft Abstriche bei der eigenen wirtschaftlichen Entwicklung machen müsse. Eine deutliche Mehrheit von 75 Prozent sehe dies optimistischer und erwarte derzeit keine negative Entwicklung.

Jeder dritte Industriebetrieb erwartet laut Kammer weniger Auftragseingänge aus dem Inland, und sogar jedes zweite Unternehmen befürchte Auftragsrückgänge aus dem Ausland.

Jedes zehnte Unternehmen will Personal abbauen

Dies vor dem Hintergrund, dass inzwischen nur noch etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen von einer Kapazitätsauslastung über 85 Prozent berichte; zum Jahresanfang seien es noch 70 Prozent der Firmen gewesen.

Nur jedes zehnte Unternehmen, so heißt es weiter, denke daran, die Belegschaft zu verkleinern, die große Mehrheit gehe von einer stabilen Beschäftigtenzahl aus. Eindeutig positiv sei immer noch die Erwartungshaltung im Handel: Dort spüre man aufgrund des Konsums noch Fachkräftebedarf und wolle aufstocken.

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