KONZERT

Duo verzaubert Publikum beim St.-Georgs-Konzert in Hattingen

Das Duo Birgit Schwab und Daniel Ahlert spielte beim St.-Georgs-Konzert romantische Musik aus zwei Jahrhunderten für Mandoline und Gitarre.

Das Duo Birgit Schwab und Daniel Ahlert spielte beim St.-Georgs-Konzert romantische Musik aus zwei Jahrhunderten für Mandoline und Gitarre.

Foto: Manfred Sander / FUNKE Foto Services GmbH

Hattingen.  Romantische Musik aus zwei Jahrhunderten für Mandoline und Gitarre spielen Birgit Schwab und Daniel Ahlert beim St. Georgs-Konzert. Eine Kritik:

Unter dem Motto „Träumereien und Tragödien“ verzauberte das Duo Birgit Schwab und Daniel Ahlert die Besucher beim jüngsten Konzert in der St.-Georgs-Kirche. Zu hören war romantische Musik aus zwei Jahrhunderten für Mandoline und Gitarre.

Der eigenartige Klangzauber des Zusammenspiels von Mandoline und Gitarre machte dabei den Reiz dieses Konzertes aus: Bekannte Werke von Klassikern wie Franz Schubert (1797-1828) oder dem Impressionisten Claude Debussy (1862-1918) gewannen neue Klangfarben, aber auch Werke zeitgenössischer Komponisten wie Thomas Schmidt-Kowalski (1949-2013) und Tom Febonio (*1950) standen auf dem Programm.

„Romeo und Julia“-Fantasie fasziniert

Die „Romeo und Julia“-Fantasie in G-Dur op. 82 von Thomas Schmidt-Kowalski faszinierte durch Ausdrucksreichtum und Suggestivkraft der eher leisen Töne. Sehr feinfühlig loteten Birgit Schwab und Daniel Ahlert diese ruhige Musik aus, ließen ihren erzählerischen Charakter hervortreten. Jede Nuance leuchtete das Duo aus.

Die zunehmende Erregung, die sich zu fiebernder Leidenschaft steigert, wurde in Daniel Ahlerts innigem Mandolinenspiel lebendig, um nach und nach in einem melancholisch-verträumten Zwiegespräch voll tiefster Empfindung zu verebben.

Unbändige Rhythmen und leidenschaftliche Spielfreude verbanden sich zu einer packenden Interpretation in den Werken „Playera“ op.23 und der „Romanza Andaluza“ op.22 des spanischen Komponisten und Virtuosen Pablo de Sarasate (1844-1908).

Schnelle, kurzgliedrige Themen und schwere schleppende Rhythmen mit einem tänzerischen Duktus wechselten sich hier ab; der spezifische Klang der Mandoline steuert eine folkloristische Note bei.

Ebenso virtuose wie einfühlsame Gestaltungskunst

Ihre ebenso virtuose wie einfühlsame Gestaltungskunst stellten die zwei wunderbar miteinander harmonierenden Interpreten auch in Tom Febonios Sonatino op.64 Nr.2 unter Beweis. Leise und melancholisch, fast schon versonnen-grüblerisch waren die beiden ersten Sätze des Werkes, bevor die Melodie leise perlend im Soave verklang. Klagende Klänge gab es zudem in ihrer Interpretation von George Gershwins Komposition „My Mans Gone Now“ aus seiner Oper „Porgy and Bess“ zu hören.

Zum Dank für den begeisterten Applaus ließen die beiden Musiker das zauberhafte Kammermusikerlebnis mit Astor Piazzollas „La Muerte del Angel“ ausklingen.

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