Gastronomie

Gastronom übernimmt mit Gleis 79 das dritte Restaurant

Sabri Arslan (38), Inhaber der Hattinger Gastronomie Gleis 79.

Sabri Arslan (38), Inhaber der Hattinger Gastronomie Gleis 79.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Der Hattinger Gastronom Sabri Arslan erklärt, warum es ihm wichtig ist, mit seinem Gastronomie-Angebot in Hattingen weiter zu wachsen.

In den Alten Bahnhof ist ein bekannter Hattinger Gastronom eingezogen: Sabri Arslan (38). Seit April hat er „Gleis 79“ – die ehemalige Fabbrica Hattingen – als Inhaber übernommen und setzt auf eine Mischung aus Restaurant und Veranstaltungen. Die Party „The Club“ beispielsweise steigt am 14. September.

Dabei war Arslan im Januar eigentlich als Berater der Inhaber eingestiegen. „Doch die hatten keine Gastronomie-Erfahrung. Ich habe dann im April übernommen“, erklärt der Inhaber, der seit nunmehr zehn Jahren das Las Olas und seit wenigen Jahren das Pintxos in der Altstadt betreibt. „Beides läuft sehr erfolgreich“, freut sich Arslan. 14 Mitarbeiter sind in den beiden Gastronomien beschäftigt, im Gleis 79 sind es zwölf.

Das Gleis 79 ist die größte Gastronomie von Sabri Arslan in Hattingen

Doch während in der Altstadt Tapas und generell spanische Gerichte serviert werden, gibt es im Gleis 79 – dem größten seiner Läden – an der Bahnhofstraße 79 italienische und regionale Küche à la carte. „Pizza, Pasta, Mediterranes, Fischgerichte, aber auch Burger und Saisonales wie Spargel und Pfifferlinge kochen wir.“ Sonntags gibt es außerdem Brunch. „Das läuft sehr gut.“

Dabei, erklärt der Gastronom, gehe es ihm gar nicht vorrangig ums Geldverdienen. „Ich möchte Erfolg haben, etwas auf die Beine stellen – wie die Altstadtklänge oder die Altstadthäppchen. Vieles kann ich nur durchsetzen, wenn ich groß werde“, erklärt er. Im Verband Dehoga ist er Mitglied, will darüber auch hinweisen auf die Probleme von Gastronomen. „Sozialabgaben, Steuersystem, ich will mich dafür einsetzen, die Situation zu verbessern. Meine Stimme hat mehr Gewicht, wenn ich größer bin.“ Auszubildende sucht er zudem. Arslan ärgert, dass der Ruf der Berufe in der Gastronomie so schlecht ist. Auch das will er ändern.

Gastronom Sabri Arslan will seinen Mitarbeitern Weiterentwicklungschancen geben

Seinem Personal möchte Arslan Chancen geben. „Das Las Olas läuft nur so erfolgreich, weil ich ein super Team habe, bei dem ich mich bedanken möchte. Ich habe keine Probleme mit Mitarbeitern, die meisten sind seit Jahren bei mir.“ So hat er das Las Olas jetzt in die Hände eines Betriebsleiters und eines Küchenchefs gelegt, um sich ab September verstärkt aufs Gleis 79 konzentrieren zu können, wo auch Hochzeiten, (Kinder-)Geburtstage, Events aller Art gefeiert werden können.

„Ich bin mit 16 Jahren nach Deutschland gekommen, seitdem habe ich immer in der Gastronomie gearbeitet, ich habe hier gelernt“, blickt Arslan zurück. Und wieder in die Gegenwart: „Die Elektrik und Küche hier haben wir erneuert, ebenso die Kinderspielecke neu gemacht. Die Wände sind gestrichen.“

Es gibt Veranstaltungen im Gleis 79 – demnächst steigt die Party „The Club“

Bei den Veranstaltungen setzt Arslan auf einen Mix aus Eigen- und Fremdveranstaltungen. „Spanische Nächte soll es geben, einen Flamenco-Abend hatte ich schon.“ 1980er/1990er Partys sind in Planung. „So etwas fehlt in Hattingen, alle fahren nach Essen oder Bochum“, bedauert er. „The Club“ nun am 14. September ist eine nicht von ihm organisierte Party. „Da legt ein DJ aus dem Tarm-Center auf, Caba Kroll, außerdem DJ Pearl“. Frank Zappel Klemans steht noch auf dem Programm. „Ich freue mich darauf.“

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