Hansetag

„Hattinger Drachenblut“ wirbt für den Westfälischen Hansetag

„Altstadtfest meets Hansetag“ heißt es vom 14. bis 16. August in Hattingen – mit diesem „Drachenblut“ wird dafür geworben.

„Altstadtfest meets Hansetag“ heißt es vom 14. bis 16. August in Hattingen – mit diesem „Drachenblut“ wird dafür geworben.

Foto: Michael Brandhoff / WAZ

Hattingen.  „Altstadtfest meets Hansetag“ heißt es im August 2020 in Hattingen. Die Stadt will einen Teil der Kosten als freiwillige Leistung zuschießen.

Die Planung für „Altstadtfest meets Hansetag“ im kommenden Jahr wird konkreter: Etwa 100.000 bis 130.000 Euro wird die Doppel-Veranstaltung vom 14. bis 16. August 2020 in der Altstadt kosten – die Stadt möchte davon 20.000 Euro als freiwillige Leistung selbst tragen. Was schon jetzt besonders ist: Die Deutsche Post will einen Sonderstempel zum 37. Westfälischen Hansetag in Hattingen auflegen.

Veranstaltung soll nicht romantisieren, sagt der Bürgermeister

Die Marketing-Maschine ist angelaufen: Es gibt bereits das „Hattinger Drachenblut“, einen Kirsch-Likör (15% Alkohol), der auf das Fest hinweist (erhältlich beim Stadtmarketing am Haldenplatz), es folgt in der kommenden Woche ein Auto-Aufkleber „Hansestadt Hattingen“, den es im Shop des Bügeleisenhauses (Haldenplatz) gibt, und, und, und. Möglichst viele sollen aufmerksam werden, möglichst viele kommen. Für den Hansemarkt, der sich durch die Fußgängerzone (Große Weilstraße und Heggerstraße) ziehen soll, werden 30 Holzbuden und fünf, sechs große Zelt für die Präsentation der westfälischen Hansestädte aufgebaut. Hinzu kommt das Programm drumherum, das Hattinger und Nicht-Hattinger begeistern soll.

„Es geht hierbei nicht um Romantisierung, sondern um die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt“, sagt Bürgermeister Dirk Glaser im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing und begründet damit auch, weshalb die Unterstützung aus dem städtischen Haushalt geplant ist. „Diese Veranstaltung wird einen Riesen-Effekt haben, das ist jetzt schon abzusehen.“

Mittelalterlicher Markt soll feste miteinander verbinden

Hansetag her oder hin, es gibt indes auch viele Hattinger Bürger, die ihr Altstadtfest im kommenden Jahr beschnitten sehen. Doch man denke einmal 30 Jahre zurück, in die Zeit um 1990, in der sich 150.000 Menschen an den drei Altstadtfest-Tagen durch die Gässchen quetschten. Warum­ sie alle gekommen sind? Natürlich,­ weil die Konkurrenz an Stadtfesten damals noch überschaubar war – und wegen des mittelalterlichen Marktes, den es auf dem Kirchplatz gegeben hat.

„Der wird das verbindende Element zwischen Hansetag und Altstadtfest 2020“, sagt Georg Hartmann, Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins, der „Altstadtfest meets Hansetag“ verantwortet. 10.000 Euro sind für den Markt veranschlagt, Peter Lihs wird ihn organisieren – mit dem klaren Auftrag, dass sich dieser Markt inhaltlich deutlich von den Angeboten auf den anderen Hattinger Festen absetzen soll, wie Georg Hartmann auf Nachfrage der WAZ sagt.

Altstadtfest mit zwei Bühnen – am Bunker und auf dem Kirchplatz

Zum Altstadtfest: Das Warm-up findet am Donnerstagabend wie immer im Bermudadreieck statt, zudem gibt es die Bunker-Bühne, für die die Musiker-Initiative Hattingen (MIHA) das Programm organisiert, sowie die große Bühne auf dem Kirchplatz.

Die Kosten für die Doppel-Veranstaltung werden vor allem durch Sponsoren getragen. Weil ein Altstadtfest alleine rund 70.000 Euro kostet, legen einige etwas „on top“, wie Hartmann dem politischen Ausschuss erklärt. Außerdem müssen die teilnehmenden Städte Standgebühren zahlen.

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