Lungenklinik

Coronavirus in Hemer: Acht Klinik-Mitarbeiter infiziert

Acht Mitarbeiter der Lungenklinik in Hemer sind mit dem Coronavirus infiziert.

Acht Mitarbeiter der Lungenklinik in Hemer sind mit dem Coronavirus infiziert.

Foto: Ralf Engel

Hemer.  In der Lungenklinik fehlen aktuell 63 Mitarbeiter, acht haben sich mit dem Coronavirus infiziert.

Von elf aktuell im Märkischen Kreis in Krankenhäusern behandelten Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, liegen sieben Patienten in der Lungenklinik. Drei befinden sich aktuell auf der Intensivstation in stabilem Zustand, vier liegen auf der Isolierstation. Eine weitere Station ist bereits vorbereitet, um Patienten mit Covid-19 aufzunehmen. „Aber bis jetzt brauchen wir die glücklicherweise noch nicht“, so Torsten Schulte, der kaufmännische Direktor der Lungenklinik Hemer.

Wenn es aber plötzlich die Mitarbeiter des eigenen Hauses – sprich der Lungenklinik – trifft, ist die Aufregung erstmal groß. Denn gleich acht Mitarbeiter der Fachklinik für Lungenkrankheiten wurden positiv auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 getestet und befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne, ebenso ihre Kontaktpersonen. Dazu zählen unter anderem 55 weitere Mitarbeiter der Klinik, die laut Pressestelle der Lungenklinik direkt informiert, getestet und anschließend ebenfalls in häusliche Quarantäne geschickt wurden. Die positiv getesteten Personen, überwiegend Pflegekräfte, zeigen aktuell keine bis leichte Grippesymptome, es gehe ihnen den Umständen entsprechend gut.

Betroffene Station umgehend geschlossen und desinfiziert

Patienten, die mit dem Klinikpersonal Kontakt hatten, wurden ebenfalls isoliert und getestet. Diejenigen, deren Behandlung bereits abgeschlossen war, konnten in häusliche Quarantäne verlegt werden. Einige wenige Patienten, deren stationäre Behandlung noch andauert, wurden auf die Isolierstation verlegt und werden dort weiter behandelt.

Die Station, auf der die Infektion aufgetreten ist, wurde umgehend geschlossen und desinfiziert. Gemeinsam mit den Chefärzten, dem Pflegedienst und Hygienefachkräften sowie in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt habe die Klinikleitung die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, heißt es aus der Lungenklinik.

Acht Krankenhäuser mit aktuell 100 Intensivbetten

Seit Beginn der Pandemielage hat die Klinik einen Krisenstab eingerichtet, der täglich die aktuelle Situation berät und notwendige Entscheidungen trifft. Sämtliche Schritte werden stets in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts umgesetzt. Aktuell ist die Lungenklinik nach wie vor in allen Bereichen voll einsatzfähig, weil das Krankenhaus aktuell einfach viel weniger ausgelastet ist.

Menschen, die aktuell an Covid-19 erkranken, können im Märkischen Kreis in acht Krankenhäusern behandelt werden. Aktuell gibt es 100 Intensivbetten, da wird noch bis 150 aufgerüstet. Alle haben sich gemeinschaftlich gegen ein Schwerpunkt-Krankenhaus für Corona-Infizierte ausgesprochen, weil da unter anderem immer ein Transport zwischengeschaltet ist.

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