Corona-Pandemie

Lebensmittelpakete für die Ärmsten in Brasilien

Der Aktionskreis Pater Beda für die Ärmsten Brasiliens in der Corona-Zeit um eine Spende, damit Lebensmittelpakete verteilt werden können. 

Der Aktionskreis Pater Beda für die Ärmsten Brasiliens in der Corona-Zeit um eine Spende, damit Lebensmittelpakete verteilt werden können. 

Foto: Privat

Hemer.  In der Corona-Krise leiden die Ärmsten Brasiliens noch mehr. Der Aktionskreis Pater Beda ruft zu Spenden auf.

Der Aktionskreis Pater Beda warnt vor einem Genozid in Brasilien und bittet um Spenden für Lebensmittelpakete. Das Coronavirus spalte das Land in eine moderne Form von „Herren und Sklaven“, sagt Udo Lohoff, Geschäftsführer des Aktionskreises Pater Beda. „Während die Mittel- und Oberschicht mit Autokorsos in großen Autos für die Rückkehr zu den Werkbänken der Fabriken demonstriert, müssen sich die einfachen Arbeiter und Tagelöhner ungeschützt und ohne den nötigen Abstand mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegen.

Hohe Dunkelzifferwird vermutet

Das werde zu einer großen Verbreitung des Virus unter der armen Bevölkerung führen, so Lohoff. Über 10.000 Menschen sind seit dem Ausbruch von COVID19 in Brasilien Ende Februar am Virus verstorben. „Es ist von einer weitaus höheren Dunkelziffer auszugehen“, befürchtet Udo Lohoff.

Die Aufforderung, zum Schutz der Gesundheit zu Hause zu bleiben, bedeutet für sehr viele Familien den Verlust der Einnahmequellen und damit Hunger. Die Hälfte der Bevölkerung Brasiliens hat keine reguläre Arbeit, keinen Arbeitsvertrag oder eine andere Absicherung. Mit rund 110 Euro pro Monat und Person will der brasilianische Staat nun die Bevölkerung unterstützen. „Damit könnten dann auch die Armen zuhause bleiben und sich mit dem Nötigsten versorgen, aber die Umsetzung des Programms läuft nicht richtig an. Dabei kommt es auf jeden Tag an“, berichtet Udo Lohoff. Die Lage ist ziemlich ernst. Wir sind sehr beunruhigt, vor allem weil sich viele Menschen des Ernstes der Situation noch nicht bewusst sind. Nicht einmal der Präsident Brasiliens.“,berichtet auch Pater Márcio Rodrigues, Leiter des Menschenrechtszentrums der Diözese von Nova Iguaçu im Bundesstaat Rio de Janeiro.

Spenden werden in dieFamilien gebracht

Der Aktionskreis Pater Beda bittet deshalb weiter um Spenden für Lebensmittelpakete. Diese werden von den Mitarbeitern von mittlerweile 30 Partnerinstitutionen zu den betroffenen armen Familien gebracht. Jedes dieser Pakete kostet umgerechnet rund 30 Euro. Spendenkonto: Darlehenskasse Münster, IBAN: DE51400602650022444200, BIC: GENODEM1DKM. Stichwort: Cestas Basicas.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter: https://www.pater-beda.de/corona

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