Rettung

Stromausfall legt große Teile der Stadt lahm

Ein großer Baum kippte aus einem Steilhang auf die Ihmerter Straße und begrub das Heck eines Autos unter sich. Die Feuerwehr musste den Pkw freischneiden.

Ein großer Baum kippte aus einem Steilhang auf die Ihmerter Straße und begrub das Heck eines Autos unter sich. Die Feuerwehr musste den Pkw freischneiden.

Foto: FEUERWEHR HEMER

Hemer.   Arbeitsreicher konnte der Jahresbeginn für die Feuerwehr kaum sein. In den Innenstadt fiel der Strom aus. 54 Notfalleinsätze waren zu bewältigen.

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Ein Stromausfall hat am Sonntagabend weite Teile der Innenstadt, Sundwigs und der Becke lahmgelegt. Gegen 18.30 Uhr flackerte es in vielen Haushalten und dann wurde es schlagartig stockduster. Mehrere Tausend Bürger in einem Bereich zwischen Hönnetalstraße und Becke waren betroffen. Die Polizeiwache wurde per Notstromgenerator versorgt, auch in der Paracelsus-Klinik sprangen die Stromgeneratoren an und sicherten den normalen Betrieb. Die Feuerwache lag außerhalb des Störungsbereichs.

Warnung auch über die Notfall-App NINA

Bei Stadtwerken und Feuerwehr gingen Hunderte Störungsmeldungen ein. Der Schaden lag im Bereich der Westnetz GmbH. Nach ersten Angaben war eine Zehn-KV-Leitung gestört. Da der Stromausfall andauerte, ging um 19.25 Uhr auch eine Warnung über die Notfall-App NINA heraus. Die Feuerwehr richtete Notfallpunkte am Gerätehaus Sundwig und am Kiosk Urbecker Straße ein, da auch die Telefonfestnetzanschlüsse nicht funktionierten.

Als ob der Stromausfall nicht schon alle genug beschäftigte: Gegen 19.40 Uhr heulten die Sirenen in der Stadt. Die Feuerwehr rückte wieder zur Stephanopeler Straße aus und alarmierte zur Verstärkung den Löschzug Mitte. In einer Schleiferei neben dem Gebäude, in dem es am Samstagmorgen gebrannt hat, war es zu einem Trafobrand gekommen. Die Feuerwehr bereitete einen Löscheinsatz vor, sicherte das Gebäude und musste auch dort auf die Fachleute von Westnetz warten, die den Trafo stromlos setzten. Zu guter Letzt fiel auch noch ein Umsetzer für Notrufe und Telefon aus, der dann aber wieder in Betrieb genommen werden konnte.

Nach gut einer Stunde wurden nach und nach Straßenzüge wieder ans Netz genommen. In Teilen dauerte die Störung länger an. Vor allem Sundwiger blieben über Stunden stromlos und mussten sich mit Kerzenlicht und Taschenlampen behelfen. Zur genauen Ursache des Stromausfalls konnten in der Nacht noch keine Angaben gemacht werden.

Baum kippt auf einfahrendes Auto

Einen hektischeren Jahresauftakt hätte sich die Feuerwehr am Wochenende kaum vorstellen können. Glück im Unglück hatte ein Autofahrer am Sonntagmorgen auf der Ihmerter Straße. Auf der Fahrt in Richtung Bredenbruch kippte kurz vor der Firma CW Albert gegen 6.50 Uhr plötzlich ein riesiger Baum von einem Steilhang auf die Fahrbahn. Zum Glück traf der Stamm das Auto nicht voll, sondern nur am Heck. Der Fahrer konnte sein Auto eigenständig und unverletzt verlassen. Das Auto wurde erheblich beschädigt. Die alarmierte Feuerwehr musste den Baum zersägen, um das Auto zu befreien. Für die Bergungsarbeiten blieb die Landesstraße gesperrt.

Am Freitag wurde die Feuerwehr gegen 18.30 Uhr zu einem ausgelösten Heimrauchmelder in den Ortsteil Apricke gerufen, hier konnte jedoch kein Feuer festgestellt werden und ein Einsatz war nicht erforderlich. Noch auf der Rückfahrt zur Feuerwache erhielten die Einsatzkräfte den nächsten Einsatzauftrag. Im Bereich der Kreuzung Hauptstraße/Zeppelinstraße war es zu einem Verkehrsunfall mit einem Pkw gekommen, dieser war über den Grünstreifen der Fahrbahntrennung gefahren und hatte dabei einen Baum gerammt. Durch die Feuerwehr wurde die Einsatzstelle abgesichert und der Baum entfernt.

Wasserschäden undHindernisse beseitigt

Noch während des Einsatzes in Sundwig wurde der Einsatzzentrale eine hilflose Person in einer Wohnung gemeldet. Die Feuerwehr öffnete die Wohnungstür. Die Person konnte an den Rettungsdienst übergeben werden. Im Laufe des Sonntags kam es zu mehreren Einsätzen, bei denen Wasserschäden wie verstopfte Bacheinläufe oder Hindernisse auf Fahrbahnen beseitigt werden mussten.

Der Rettungsdienst wurde am Wochenende zu insgesamt 54 Notfalleinsätzen alarmiert, hier war mehrfach die Unterstützung aus den Nachbarstädten erforderlich.

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