Kulinarisches

Ein Prosit auf ersten Street-Food-Markt im Zentrum Herdecke

Hausgemachte Kartoffelwaffeln am Pastrami-Stand: Hin und wieder müssen sich Besucher bei der Premiere des Street-Food-Markts in Herdecke gedulden, ehe sie an der Reihe sind. In der oberen Fußgängerzone finden sich viele ein, um bei netten Gesprächen zu schlemmen und zu trinken.

Hausgemachte Kartoffelwaffeln am Pastrami-Stand: Hin und wieder müssen sich Besucher bei der Premiere des Street-Food-Markts in Herdecke gedulden, ehe sie an der Reihe sind. In der oberen Fußgängerzone finden sich viele ein, um bei netten Gesprächen zu schlemmen und zu trinken.

Foto: Steffen Gerber

Herdecke.   Premiere für Street-Food-Markt in Herdecke: In der Fußgängerzone tummeln sich viele Neugierige und Hungrige an 15 Ständen. Organisator zufrieden.

Kinder spielen am Viehmarktbrunnen, Erwachsene prosten sich zu, Händler reichen freundlich Speisen und Getränke: Die Premiere des Street-Food-Markts in Herdecke stufen die Beteiligten als gelungen ein. Bereits am späten Nachmittag tummeln sich viele Neugierige in der oberen Fußgängerzone, im Verlauf des Abends stehen weitere Gäste vor den 15 kulinarischen Stationen an, hier und da bilden sich Schlangen.

Angenehm: Am frühen Abend ist es nicht zu voll, aber durchaus belebt. Zwischen dem Frederuna-Brunnen und dem Abzweig zur Sally-Grunewald-Straße bietet sich den Besuchern eine ordentliche Auswahl. Im oberen Teil der Fußgängerzone offerieren Händler vegetarische Burger oder Yoghurt-Varianten, Getränke gibt es an der Wein- oder Cocktailbar sowie nahe der Rathausarkaden am Bierwagen. Bei Sonnenschein sind Sitzgelegenheiten und Stehtische oft belegt.

Burger-Vielfalt und Vegetarisches

Der erste Eindruck: Groß ist die Auswahl an Burgern. „Und die sind lecker“, sagt ein Mitarbeiter der Herdecker Verwaltung, von der sich mehrere Kollegen inklusive Bürgermeisterin einfinden. „Vertreter der Stadt sind am Morgen beim Aufbau dabei gewesen, das hat gut gepasst“, sagt Organisator Jan Holtmann, der an seinem Stand Fisch-Bestellungen entgegen nimmt.

Zwischen den beiden Brunnen warten Kartoffel-Spezialitäten, Käse, Kaffee oder auch Feinkost-Spezialitäten auf Hungrige und Durstige. Vergeblich suchen Italien-Liebhaber den Antipasti-Stand. „Krankheitsbedingt fehlt der heute, das war die einzige Absage eines Händlers, dafür konnten wir einen Stand mit ähnlichen Angeboten wie Feinkost oder Oliven aufbauen“, berichtet Holtmann, während nebenan eine Kundin Würste zum Mitnehmen bestellt. An diesem Stand mit zum Teil edlen Fleischangeboten zeigt sich exemplarisch, was der Initiator mit seinem Schlagwort „produktorientierter Imbiss“ gemeint hat: Kunden können rohe Ware für die Küche daheim kaufen oder sich die Steaks direkt nebenan auf dem Grill braten lassen.

Zwischen 18 und 19 Uhr schlendern die meisten Besucher durch die Innenstadt. Als die Sonne zunehmend verschwindet, ist deutlich weniger los. Die Temperaturen sinken, nur noch vereinzelt treffen Bestellungen ein. Doch die Händler halten aus, vor 22 Uhr darf kein Auto in die Fußgängerzone. Gleichwohl beginnen die Aufräumarbeiten schon vor dem offiziellen Ende. Kritik bezüglich der Geräuschkulisse oder ähnlichem hat Holtmann eigenen Angaben zufolge nicht vernommen.

Weiter im Kontakt mit Ordnungsamt

Entsprechend zufrieden hört sich der Organisator am Tag danach an. „Es war vor allem im Verlauf des Abends kalt, aber die Resonanz der Aussteller fiel erfreulich aus“, sagt Holtmann. Er selbst habe angesichts der Temperaturen mehr Fisch und vergleichsweise wenig Getränke verkauft. Organisatorisch wolle er sich vor dem nächsten Street-Food-Markt erneut mit der Stadtverwaltung unterhalten. „Das Ordnungsamt hat schon ein paar Tipps für Verbesserungen in Aussicht gestellt, die höre ich mir gerne an.“ Beim Arbeitsablauf sieht er Optimierungsbedarf. „Es war insgesamt schon aufwändig, da für uns alles neu war“, so Holtmann.

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