Beerdigung

Haustier-Urne in Herrchens Grab: In Herdecke nicht erlaubt

 Tierurnen dürfen in Herdecke nicht in Gräbern der städtischen Friedhöfe beigesetzt werden.

Tierurnen dürfen in Herdecke nicht in Gräbern der städtischen Friedhöfe beigesetzt werden.

Foto: Fotografie Olaf Fuhrmann

Wetter/Herdecke.  Tier-Urnen im Grab des Herrchens beisetzen? In Herdecke ist das nicht erlaubt. In Wetter steht eine Entscheidung seit 2015 aus.

Die Beziehung zwischen Mensch und Hund ist eng – und reicht oftmals auch über den Tod des geliebten Haustieres hinaus. Aber was passiert, wenn Struppis Lebensuhr erst nach der seines Herrchens abläuft? Für das betagte Frauchen wäre es da naheliegend, wenn sie die Urne mit der Asche ihres Hundes ins Grab ihres Mannes geben könnte.

Die neuen Friedhofssatzungen der Städte Arnsberg und Sundern tragen genau diesem Bedürfnis Rechnung: Die neuen Satzungen lassen nämlich zu, dass auch eingeäscherte Hunde, Katzen, Kaninchen (oder andere Kleintiere) in Gräbern beigesetzt werden, nachdem dort bereits Menschen beigesetzt wurden.

Keine Anfragen aus der Bevölkerung

Aber wie sieht es vor Ort in Wetter und Herdecke aus? Jens Holsteg, Pressesprecher der Stadt Wetter, erklärt dazu: „Im Jahr 2015 gab es einen Erlass des Landes NRW, der Städten diese Möglichkeit einräumte. Am 17. Juni 2015 hat der Stadtbetrieb dies zum Anlass genommen, das Thema im Verwaltungsrat vorzustellen und zu diskutieren. Eine Entscheidung wurde damals nicht getroffen.“ Es habe aber auch keinerlei Anfragen aus der Bevölkerung diesbezüglich gegeben, so Holsteg abschließend.

In Herdecke dagegen gibt es eine klare Rechtslage. „Die Beisetzung von Tieraschen in vorhandene Gräber ist derzeit auf den städtischen Friedhöfen in Herdecke nicht möglich. Die aktuelle Friedhofsatzung gibt dieses nicht her“, heißt es dazu auf Nachfrage der Redaktion aus dem Rathaus. Und: Auch dort habe es bislang keine Anfragen von Bürgern zur Beisetzung von Tieraschen gegeben.

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