Bildung

Trotz Verschärfung: Weiter wenig Ablehnungen in Witten

Wetter/Herdecke/Witten.   In der Nachbarkommune haben jetzt die eigenen Schüler Vorrang. Realschule und Gesamtschule nehmen dennoch Kinder aus Wetter und Herdecke auf.

Witten gibt den Schülern aus der eigenen Stadt Vorrang. Allzu hart scheint das aber Interessenten aus Wetter und Herdecke für schulische Angebote in Witten nicht zu treffen: Die Zahl der Ablehnungen hält sich in Grenzen.

Im vorigen Jahr hat die Politik in Witten beschlossen, zunächst einmal die Wünsche der Schüler aus der eigenen Stadt zu erfüllen. Das gelingt selbst mit dieser härteren Linie nicht: „Trotzdem haben 52 Wittener Kinder ihre Wunschschulform – Gesamtschule – nicht erhalten“, so Wittens Schuldezernent Frank Schweppe. Denn weiterhin ist Witten bemüht, Kindern aus anderen Städten einen Platz in einer weiterführenden Schule zu geben, wenn die gewünschte Schulform in der Heimatstadt nicht angeboten wird.

Für Wetter heißt das: Wetter hat keine Realschule mehr. 15 Jungen und Mädchen aus Wetter können zu Beginn des nächsten Schuljahres in der Helene-Lohmann-Realschule in Witten starten. Hier gab es genügend freie Kapazitäten. Aus Herdecke – die Stadt verfügt über keine Gesamtschule – können insgesamt 12 Jungen und Mädchen auf die Holzkamp-Gesamtschule in Witten gehen. Vier haben eine Absage bekommen, so wie insgesamt zwei Schüler aus Wetter, die gerne auf die Hardenstein-Gesamtschule in Witten gegangen werden. „Kein Platz mehr“, lautet die Begründung der Ablehnung.

Von Wetter nach Witten

Die Stadt Wetter kann nicht sagen, wie viele Jungen und Mädchen aus Wetter in den vergangenen Jahren an Wittener Gesamtschulen abgewiesen worden sind. Aber sie weiß, wie viele aufgenommen worden sind: Im Schuljahr 2015/2016 waren es drei Schüler, im Jahr darauf noch einer, in den beiden folgenden Schuljahren dann keiner mehr. Wegen Absagen andernorts seien aktuell zwei Schüler an der Sekundarschule in Wetter aufgenommen worden.

Realschule Herdecke liegt vor FHS

Die Absagen aus Witten sind erst nach der Anmeldezeit in Wetter an die betroffenen Eltern gesandt worden, heißt es auf Nachfrage bei der Stadtverwaltung Wetter. Von Mitte Februar bis Mitte März bestand für die jetzigen Viertklässler Gelegenheit zur Anmeldung. Nach dem momentanen Stand verfügt das städtische Geschwister-Scholl-Gymnasium in Wetter über 95 Anmeldungen, an der Sekundarschule in Wetter sind es 65 Anmeldungen. Das Gymnasium in Herdecke kommt auf 76 Anmeldungen, die Realschule kommt auf 92. Bei den Anmeldungen 2017 hatte die Realschule schon einmal vor dem Gymnasium gelegen.

Vor einem Jahr hatte dann das Gymnasium wieder mehr Zuspruch erhalten.

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