Wirtschaft

90 Herner Real-Beschäftigte haben Angst um ihre Jobs

Die Supermarktkette Real soll verkauft werden. Viele Mitarbeiter bangen um ihre Arbeitsplätze.

Die Supermarktkette Real soll verkauft werden. Viele Mitarbeiter bangen um ihre Arbeitsplätze.

Foto: Martin Möller

Herne.  Die Metro AG will die Supermarktkette Real verkaufen. Die 90 Beschäftigten in Herne sind in Sorge, wie es mit ihrem Standort weitergeht.

Die 90 Mitarbeiter des Herner Real-Marktes haben Sorge um die Zukunft ihrer Arbeitsplätze. „Die aktuelle Situation ist für die Mitarbeiter sehr belastend“, sagt Verdi-Gewerkschaftssekretär Michael Sievers.

Das Bundeskartellamt hatte am 10. Oktober den Verkauf der Supermarkt-Kette Real vom jetzigen Eigentümer, dem Metro-Konzern, an den Investor Redos genehmigt. Allerdings sollen nicht alle Filialen dahin wechseln. Metro-Chef Olaf Koch hatte in einem WAZ-Interview erklärt: „Das Konzept sieht vor, dass ein nennenswerter Anteil von Standorten an Wettbewerber übergeht.“ Solange die Verhandlungen laufen, verbiete sich aber jede Spekulation über Zahlen. Wichtig sei das Signal, dass die Marke Real mit einem gesunden Kern erhalten bleibe.

180 Standorte sollen an Wettbewerber übergehen

Laut dem Internet-Portal „chip“ wollen sowohl Redos als auch Metro einen großen Teil der 277 Filialen verkaufen. Dem Bericht zufolge sollen 180 Standorte vorgesehen sein, von denen Rewe und Edeka den überwiegenden Teil übernehmen würden. Kaufland als weiterer möglicher Erwerber sei inzwischen aus dem Rennen, heißt es. Darüber hinaus sei vorgesehen, dass Metro etwa 50 Standorte in Eigenregie weiterbetreibt. Innerhalb von drei Jahren soll für sie ein Käufer gefunden sein. Falls das nicht der Fall ist, würden Schließungen drohen.

Es drohen auch Schließungen

Darüber hinaus droht rund 50 Märkten schon bald das Aus, sie würden laut Informationen des Portals weder übernommen noch bei Real oder Metro verbleiben. Nach Aussagen von Hülya Dagli, Sprecherin der Metro AG, werden derzeit eingehende Angebote zur Übernahme von Standorten gesichtet. Bis die Auswertung vorliege, „kann es jetzt ein paar Wochen dauern“. Dann sollen, so Dagli, die „Pakete geschnürt und im Anschluss beim Bundeskartellamt zur Anmeldung eingereicht werden“.

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