Bunker

Baubeginn für Ökowohnprojekt im Herner Bunker verzögert sich

Der Sodinger Hochbunker am Kurt-Edelhagen-Platz soll zu einem nachhaltigen Wohnhaus umgebaut werden. 

Der Sodinger Hochbunker am Kurt-Edelhagen-Platz soll zu einem nachhaltigen Wohnhaus umgebaut werden. 

Foto: Archy Nova

Herne.  Der Startschuss für den Umbau des Sodinger Weltkriegsbunkers zu einem nachhaltigen Öko-Wohnprojekt verzögert sich. Das sind die Gründe.

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Der Start des Umbaus des Sodinger Weltkriegsbunkers zu einem nachhaltigen Wohnprojekt verzögert sich. „Die Stadt hat uns noch nicht die Baugenehmigung erteilt“, sagt Alex Timm von der Stuttgarter Projektentwicklungsgesellschaft Archy Nova auf Anfrage der WAZ. Baubeginn werde nun wohl erst im Frühjahr 2020 sein.

Ursprünglich sollte der Startschuss am Kurt-Edelhagen-Platz im Sommer fallen; die ersten der insgesamt 23 Wohneinheiten sollten dann bereits im Sommer 2020 bezogen werden. Bereits vor sieben Monaten hat das Unternehmen den Bauantrag an OB Frank Dudda übergeben, bisher die Genehmigung aber noch nicht erhalten. An der grundsätzlichen Realisierung des ambitionierten Projekts lässt Archy Nova trotz der Verzögerung jedoch keinen Zweifel.

Interessenten aus Düsseldorf

Fünf künftige Bewohner seien für die zwischen 33 und 200 Quadratmeter großen Wohnungen bereits „im Boot“. Und: Archy Nova tausche sich bei regelmäßigen Treffen in Sodingen mit insgesamt rund 20, 30 Interessenten über das Projekt aus. „Die Hälfte kommt aus Herne“, sagt Timm. Doch auch über die Stadtgrenzen hinaus stoße das „We-House“ auf großes Interesse - „bis nach Düsseldorf“.

Eine „revolutionäre Form des Bauens und Wohnens“ will Archy Nova mit Investitionen von rund sieben Millionen Euro in Sodingen schaffen. Eine radikal ökologische Bauweise soll mit einem genossenschaftlich organisierten Zusammenleben verbunden werden - „bei höchster Lebensqualität“, so das Versprechen. Ein innovatives Heizkonzept mit Abwärme durch Mobilfunkmasten zählt beispielsweise ebenso dazu wie eine Stromcloud, Car-Sharing, ein Dachgewächshaus zur Selbstversorgung und ein Wellnessbereich.

In einem Punkt ist das Konzept allerdings bereits geändert worden: Einziehen ins „We-House“ sollen nun auch einige „normale Mieter“, die keinen Genossenschaftsanteil einbringen müssen.

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