Erfahrungsbericht

Corona in Herne: WAZ-Reporter im Homeoffice – Tag zehn

Die WAZ-Redakteure arbeiten seit dem 17. März im Homeoffice.

Die WAZ-Redakteure arbeiten seit dem 17. März im Homeoffice.

Herne.  Wegen der Coronakrise arbeiten die WAZ-Kollegen im Homeoffice. Hier berichten sie von ihren Erfahrungen. Heute: Redakteur Lars-Oliver Christoph.

Ist Homeoffice die Zukunft des Lokaljournalismus – auch für Herne? Eine ganz persönliche Analyse nach sieben persönlichen Arbeitstagen am heimischen (Schreib-)Tisch in Gelsenkirchen-Buer mit einem finalen Fazit.

Fürs Homeoffice spricht bei mir:

1. Die heimische Kaffeemaschine liefert eindeutig bessere Ergebnisse als mein Redaktionsvollautomat.

2. Die Temperatur ist zuhause angenehmer – die meisten Herner Kollegen sind Frostbeulen und sabotieren (fast) jeden Vorstoß zur Abkühlung des Redaktionsklimas.

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3. Wenn ich nicht gerade telefoniere oder über Skype konferiere, kann ich nebenbei auch mal (laute) Musik oder meinen Lieblingsradiosender Byte FM hören. Meine aktuellen Top 3-Songs: 1. „Home“ von Caribou, 2. „CO2 Bilanz“ von Pisse und (aus Gründen) 3. „Alles ist gut“ von DAF.

4. Ich muss mich nicht mehr in die Schlange bei der Post einreihen, weil ich jedes Paket persönlich entgegennehmen kann.

Und das sind Argumente für die klassische Redaktion:

1.Mit Kollegen ist es einfach schöner.

2. Mit meiner Gattin kann ich nicht so gut über die neuesten Pläne von OB Frank Dudda, die Kandidatenaufstellung der Grünen für den Rat oder die Selbstzerfleischung der AfD diskutieren.

3. Zwei Bildschirme (ein einziger Bildschirm ist angesichts der multimedialen Anforderungen einfach nur: bäh).

4. Wenn ich in meiner Heimat Buer während der Arbeitszeit mal vor die Tür gehe, erhalte ich keinerlei Tipps und Anregungen für die Berichterstattung (und es gibt so ganz nebenbei auch nicht so nette Buchhändlerinnen wie bei Koethers und Röttsches und keine Schoko-Birnen-Weincreme-Marzipan-Torte wie bei Wiacker).

5. Man schafft einfach mehr und ist belastbarer (obwohl: das ist eindeutig ein Arbeitgeber-Argument).

Mein Fazit: Ich will zurück in die Redaktion!

Wegen des Coronavirus müssen zig Tausende Deutsche ihr Büro nach Hause verlegen. Auch bei der WAZ Herne sind alle Kollegen aufs Homeoffice umgestiegen. In einem Tagebuch berichten sie seit dem 17. März über den ganz normalen Arbeitswahnsinn. Alle Folgen gibt’s auf waz.de/herne

Unsere Folgen:

Tag 1 und 2

Tag drei

Tag vier

Tag fünf

Tag sechs

Tag sieben

Tag acht

Tag neun

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