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„Die Magier 2.0“ lassen in Herne Objekte schweben

Im quietschgelben Anzug: Sam Cole bei der Show der „Magier 2.0“ in den Flottmann-Hallen.

Im quietschgelben Anzug: Sam Cole bei der Show der „Magier 2.0“ in den Flottmann-Hallen.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Herne.  Billige Taschenspieler-Tricks locken keinen mehr hinter dem Ofen hervor. Dass sie mehr drauf haben, zeigten „Die Magier 2.0“ bei Flottmann.

„Abrakadabra, dreimal schwarzer Kater, ist das ihre Karte?“ Mit billigen Taschenspieler-Tricks entlockt heute niemand mehr seinem Publikum ein verzücktes Staunen. „Die Magier 2.0“ liefern am vergangenen Mittwoch in den Flottmann-Hallen zwar auch keine bahnbrechenden Neuheiten, schaffen es aber trotzdem mit Schirm, Charme und Melone das Publikum zu fesseln.

Moderator veräppelt Publikum mit Kartentricks

Und da Magie in der Regel mit Humor präsentiert wird, blödelt Moderator Christopher Köhler zu Beginn auf der Bühne herum, veräppelt mehr oder weniger Freiwillige mit eingangs erwähnten Kartentricks und hat mit technischen Problemen zu kämpfen, die sich hier und da durch die komplette Show ziehen. Nichts Wildes für den Zuschauer, jedoch irritierend für die Künstler auf der Bühne.

Da die Hütte aber voll ist und was geboten bekommen möchte, fackelt Sam Cole im quietschgelben Anzug und Fasanenfeder im Hutband als verrückter Charmeur nicht lange rum und gibt mit Swing in der Hüfte den Takt an. Die scheinbar metallene Kugel schwebt wie von Geisterhand umher, eine Kritzelei, die plötzlich ein Ständchen singt, Hochprozentiger, der sich aus dem nichts vermehrt.

Zurück zum Einschulungstag

Bodenständiger und mehr auf mentale Manipulation bedacht, lässt Lars Ruth die Lesefähigkeit einer freiwilligen Dame aus dem Publikum verschwinden, die sich unter Hypnose am Tag ihrer Einschulung befindet. Wieder aus der Trance erwacht, kann sie es kaum glauben: „Das macht mich grade echt fertig“, haucht sie verwundert ins Mikrophon. Das Publikum ist freudig schockiert und applaudiert begeistert.

Der Abend findet sein Ende in der fulminanten Lichtshow des maskierten „Swann“, der sich geheimnisvoll gibt, und doch schon Gesehenes noch einmal unter Theaterleuchten präsentiert. In die Karten schauen lassen sich die drei Magier dabei nicht und lassen so zumindest die Frage offen: „Wie hat er das jetzt gemacht?“

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