Gifttiergesetz

Gifttiergesetz nach Kobra-Drama: Lob von Herner Politikern

Am 25. August war eine giftige Monokelkobra - hier ein Themenbild - in Holthausen ausgebüxt.

Am 25. August war eine giftige Monokelkobra - hier ein Themenbild - in Holthausen ausgebüxt.

Foto: Getty Images

Herne.  Hernes SPD-Chef Alexander Vogt führt das neue NRW-Gifttiergesetz auch auf seinen Druck zurück. Thomas Nückel (FDP) nimmt ebenfalls Stellung.

Die flüchtige Herner Monokel-Kobra und die Folgen: Die Landesregierung hat jetzt einen Gesetzentwurf verabschiedet, das Verbote für bestimmte Arten von Giftschlangen, Skorpionen und Spinnen vorsieht. Das Land setze damit seine Forderung um, erklärt der Herner SPD-Landtagsabgeordnete Alexander Vogt.

Tagelang hatte die in Holthausen ausgebüxte Kobra im August Herne in Atem gehalten, bis sie dann endlich gefangen werden konnte. Hernes SPD-Chef Vogt forderte daraufhin, die Haltung giftiger Tierarten zu verbieten. Das NRW-Umweltministerium habe dagegen die Gesetze zunächst für ausreichend erklärt, so der Abgeordnete.

Vogt: Druck hat Wirkung gezeigt

Er sei froh, dass sein Druck Wirkung gezeigt habe: „Wir haben von Anfang an klar gemacht, dass giftige Tiere in Privatwohnungen nichts zu suchen haben“, so Vogt. Es sei „ein großer Erfolg“, dass die SPD die Landesregierung zum Einlenken gebracht habe. Schließlich sei es Aufgabe der Politik, für die Sicherheit von Bürgern zu sorgen.

Auch der Herner FDP-Landtagsabgeordnete Thomas Nückel begrüßt, dass die Haltung giftiger Tierarten künftig in Wohnungen verboten werden soll. Das schütze nicht nur die Bevölkerung, sondern verhindere auch, dass die Allgemeinheit die Kosten für Einsätze tragen müsse. „Auch die Stadt Herne bliebt auf einem Berg Ausgaben sitzen“, so Nückel.

Der FDP-Politiker betont allerdings auch, dass die frühere rot-grüne Landesregierung noch im Jahr 2017 einen Entwurf für ein Gifttiergesetz in NRW wieder zurückgezogen habe.

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