Winterwunderwelt

Großer Ansturm zum Start des Cranger Weihnachtszaubers

Es weihnachtet in Wanne: Der Cranger Weihnachtszauber öffnete am Donnerstag seine Pforten.

Es weihnachtet in Wanne: Der Cranger Weihnachtszauber öffnete am Donnerstag seine Pforten.

Foto: Michael Muscheid / WAZ

Herne.  Am Donnerstag hat in Herne der Cranger Weihnachtszauber eröffnet. Zur Premiere kamen Tausende nach Wanne-Eickel. Viele Straßen waren voll.

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Es herrscht bestes Crange-Wetter zum Auftakt, oder man sollte sagen: bestes Cranger-Weihnachtszauber-Wetter. Der Himmel ist erst blau, bald versinkt die Sonne über Wanne, und dann erstrahlt alles im Lichterglanz. Es weihnachtet in Crange.

Und es ist kalt am Eröffnungstag des Cranger Weihnachtszaubers. Egal. Die Menschen strömen, der Kirmesplatz füllt sich ab 14 Uhr, als die Geschäfte öffnen, immer mehr, die Zufahrtsstraßen sind bald zu, Staus bilden sich. Wer da ist, flaniert erst mal, Familien mit Kinderwagen, Senioren mit Rollator, Gruppen von Freundinnen ziehen über den Rummel. Vorbei an der Weihnachteisenbahn, die Fahrt aufnimmt, durch den Zauberwald oder die Budengasse.

Der Fahrtwind ist eisig

Frisch wird es auf den Fahrgeschäften, diese Erfahrung machen die ersten Wagemutigen, die sich gleich mit Coupons eindecken. Für Claudio Nowozin kein Problem: „Wir schreien uns halt warm“, sagt der 41-Jährige lachend. Der Wanner hat gerade eine Runde in der Achterbahn „Feuer & Eis“ hinter sich, mit Sohn Jonas (4) – ohne Handschuhe.

Noch kälter ist es ein paar Meter weiter oben, auf dem Flugkarussell „Apollo 13“, wo man kopfüber in der Gondel hängt, und auch im „Love Express“, der Berg- und Talbahn um die Ecke, ist der Fahrtwind eisig. Und da erklingt es dann zum ersten Mal, das Lied „Last Christmas“, von Wham. Es bleibt nicht das einzige Mal.

Dick verhüllt sind Willi Weihnachtswichtel, Lebkuchenmann, Rudolph und das Geschenk, die, verpackt in dicken Kostümen, neben Riesentannenbaum und Eisbahn kaum von der Stelle kommen. Immer wieder müssen die Darsteller für Selfies stehen bleiben, mit Kindern und Eltern posieren. In den Weihnachtshütten gehen derweil die ersten Geschenke fürs Fest über den Tisch: alt-japanisches Pflanzenöl im kleinen Fläschchen, Silberschmuck und Liköre, dazwischen werden die ersten hungrigen Mäuler gestopft: Alpenbrot, Prager Schinken, Flammlachs – es ist alles da, was das Crange-Herz begehrt. Und wem am Ende noch nicht kalt genug ist, der greift halt zu Doc‘s Icepops, buntem Puffreis, hergestellt bei „minus 196 Grad“, wie ein Schild verspricht.

Coca-Cola-Weihnachtstour: Lange Schlangen vor den Trucks

Der größte Rummel auf dem Rummel aber herrscht vor dem Haupteingang. Am Eröffnungstag konnten die Veranstalter einen Magneten an Land ziehen: die Coca-Cola-Trucks. Zehn Stationen in Deutschland umfasst die Weihnachtstour des Brauseherstellers in diesem Jahr, und eine davon, die einzige im Ruhrgebiet, die ist in Crange. Mehrere Hundert Meter lang ist die Schlange von Menschen, die vor dem Start um 15 Uhr auf Einlass warten. Dann tuten die Trucks, und sie alle dürfen vortreten: zum Foto mit dem Weihnachtsmann, dem Klassiker, zur Gratis-Cola mit eigenem Namenszug oder zur Virtual-Reality-Fahrt im Weihnachtsschlitten auf dem Laster.

Als Oberbürgermeister Frank Dudda und Veranstalter Sebastian Küchenmeister um 17 Uhr die Winterwunderwelt offiziell eröffnen, und der Tannenbaum, der größte mobile der Welt, endlich erstrahlt, ist es längst pickepackevoll auf dem Kirmesplatz. Bis zum 30. Dezember geht die zweite Auflage, die Veranstalter erwarten 200.00 Menschen von Nah und Fern.

Und wie wird der Weihnachtszauber 2019? Die, die es wissen muss, sitzt in einem Zelt, hinten in der Ecke des Weihnachtswaldes: Wahrsagerin Susanda. Die Winterwunderwelt wird ein voller Erfolg, auch wenn die ersten beiden Wochen etwas schleppend anlaufen, weiß die 25-Jährige. Das Schönste dabei: „Viele Kinderherzen gehen auf.“ Um das zu wissen, fügt sie schmunzelnd an, „muss man aber keine Wahrsagerin sein.

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