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Hans Werner Klee soll Kämmerer werden

Am 11. Dezember soll der parteilose Hans Werner Klee zum neuen Kämmerer der Stadt Herne gewählt werden.

Am 11. Dezember soll der parteilose Hans Werner Klee zum neuen Kämmerer der Stadt Herne gewählt werden.

Foto: WAZ FotoPool

Herne.   Der parteilose Betriebswirt Hans Werner Klee soll neuer Kämmerer werden. Rot-Grün einigte sich am Montagabend auf den bisher u.a. bei RAG Montan Immobilien beschäftigten Bochumer.

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Hans Werner Klee (54) soll neuer Kämmerer der Stadt Herne werden. Die SPD-Ratsfraktion hat sich am Montagabend nach persönlichen Vorstellungen von insgesamt noch drei Bewerbern für den parteilosen Betriebswirt entschieden. Der kleine Kooperationspartner Bündnis 90/Die Grünen trägt die Entscheidung mit.

Bekenntnis zur Residenzpflicht

Nach Informationen der WAZ haben sich in der SPD-Fraktion rund 70 Prozent der Mitglieder für Klee ausgesprochen. Für den Bochumer spreche unter anderem seine große Management- und Beteiligungserfahrung, so Dudda gegenüber der WAZ. Darüber hinaus habe er sich klar dazu bekannt, seinen Wohnsitz nach Herne zu verlegen.

Die SPD hat innerhalb der rot-grünen Ratskooperation das Vorschlagsrecht für die Besetzung der Nachfolge von Stadtkämmerer Peter Bornfelder (SPD), der im Frühjahr 2013 in den Ruhestand gehen wird. „Hans Werner Klee war der beste der drei Kandidaten“, sagt Grünen-Fraktions-Chefin Dorothea Schulte. Ihre Fraktion werde den Bewerber mittragen.

Neben Klee hatten sich am Montag zwei weitere Bewerber persönlich in Ratsfraktionen und Gruppen vorgestellt. Ein Kandidat war bekanntlich CDU-Ratsfraktions-Chef Markus Schlüter. Ebenfalls in die Endrunde gelangt war der hauptamtliche (SPD-)Bürgermeister einer Kommune, die weniger als 20 000 Einwohner hat.

Vor der Schlussrunde waren noch sechs Bewerber in der engeren Auswahl. Zwei Kandidaten hatten sich jedoch nach WAZ-Informationen vorzeitig verabschiedet, nachdem sie von der SPD-Ratsfraktion keine Einladung zu einer persönlichen Vorstellung erhalten hatten. Darunter soll auch der Mitarbeiter einer ostdeutschen Landesregierung gewesen sein, dessen Arbeitsschwerpunkt im Bereich Kommunalfinanzen liegt.

Die CDU hatte am Montag auf persönliche Vorstellungen verzichtet, weil zwei ihrer drei Favoriten – darunter der ostdeutsche Bewerber – bereits aus dem Rennen waren. Und Markus Schlüter muss sich in der CDU nicht mehr vorstellen.

Nach WAZ-Informationen soll sich die Suche nach einem geeigneten Nachfolger für die Herner SPD nach dem rot-grünen Wahlsieg in Düsseldorf als sehr schwierig gestaltet haben. Durch den Triumph von Rot-Grün und der damit verbunden politischen wie personellen Planungssicherheit im Land soll der Kreis potenzieller Kandidaten geschrumpft sein.

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