Arbeitslosigkeit

Herner Arbeitsmarkt ist robust: Kurzarbeit zeigt Wirkung

Der schnelle Anstieg der Arbeitslosigkeit in Herne ist laut Agentur für Arbeit im Juni etwas abgeflacht.

Der schnelle Anstieg der Arbeitslosigkeit in Herne ist laut Agentur für Arbeit im Juni etwas abgeflacht.

Foto: Svenja Hanusch/ FFS

Herne.  Der schnelle Anstieg der Arbeitslosigkeit in Herne ist im Juni etwas abgeflacht. Die Einstellungen nehmen trotz Corona-Pandemie wieder Fahrt auf.

Trotz Pandemie und Ferienzeit flache der schnelle Anstieg in der Arbeitslosigkeit laut Arbeitsagentur sichtbar ab. Im Juni waren bei der Agentur für Arbeit in Herne insgesamt 9725 Arbeitslose registriert. Gegenüber dem Vormonat sind das 164 Personen oder 1,7 Prozentpunkte mehr. Im Vergleich zum Vormonatsanstieg fiel der Anstieg im Juni um rund 70 Prozentpunkte geringer aus. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 12,3 Prozent und ist damit in den letzten vier Wochen um 0,2 Prozentpunkte gestiegen.

Weniger Entlassungen als im Vorjahr

Auch wenn die Situation für viele Unternehmen derzeit sehr schwierig scheine, greife die Kurzarbeit weiter. Es gebe sogar weniger Entlassungen als im Vorjahr. Zwar habe das Ausmaß der Pandemie deutlich Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen, so die Agentur. Es bleibe aber zu berücksichtigen, dass die Messlatte nach den guten Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt in Herne sehr hoch liege. Insbesondere das bisherige Fehlen von Neu-Einstellungen und auch die Corona-bedingten brachliegenden Arbeitsmarktinstrumente wie Weiter- oder Umschulungen ließen die Arbeitslosigkeit hauptsächlich ansteigen. Der Herner Arbeitsmarkt zeige sich robust, so die Meinung vieler Experten.

Im Ausbildungsmarkt gehe jedoch noch einiges, teilt die Agentur mit. So kämen zurzeit zwei Bewerber auf einen Ausbildungsplatz. Ende Juni waren 650 Bewerber noch unversorgt und 341 Ausbildungsstellen noch unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es weniger unversorgte Bewerber für Berufsausbildungsstellen (minus 0,9 Prozentpunkte). Die Zahl der unbesetzten Berufsausbildungsstellen war ebenfalls kleiner (minus 23,4 Prozentpunkte).

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