Jubiläum

Herner Europa-Union: 25-Jahr-Feier mit einem Wermutstropfen

Frank Heu, Vorsitzender der Herner Europa-Union, erinnerte im Veranstaltungszentrum Gysenberg an die Anfänge des Kreisverbandes.

Frank Heu, Vorsitzender der Herner Europa-Union, erinnerte im Veranstaltungszentrum Gysenberg an die Anfänge des Kreisverbandes.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Herne.  25 Jahre Europa-Union in Herne: Der Kreisverband hat im Veranstaltungszentrum Gysenberg Jubiläum gefeiert. Warum es auch mahnende Worte gab.

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Am 15. April 1994 hat sich im Rathaus auf Initiative von Horst Nierle der Herner Kreisverband der Europa-Union gegründet - mit dem Ziel, der Bevölkerung den Gedanken der europäischen Einigung näher zu bringen. Am Freitagabend feierte der Kreisverband im Veranstaltungszentrum Gysenberg das 25-jährige Jubiläum - allerdings nicht ohne Wermutstropfen.

Der amtierende Vorsitzende Frank Heu erinnerte vor rund 30 Mitgliedern an die Anfänge des Kreisverbandes und beschwor den Leitgedanken Europas: die Freiheit. Er würdigte neben Nierle auch andere „kreative europäische Köpfe“ aus Herne: Oberbürgermeister Willi Pohlmann zählte ebenso dazu wie Roland Kirchhof, der die Europa-Union von 1996 bis 2006 geführt hatte, sowie die ehemalige CDU-Europaabgeordnete Renate Sommer.

Der Wermutstropfen: „Die Zuwächse der europafeindlichen Parteien gefährden das europäische Projekt“, sagte Heu. Umso wichtiger seien „europafreundliche Kräfte zu Hause vor Ort“.

Europa-Union fehlt der Nachwuchs

Auch Oberbürgermeister Frank Dudda erwies der Europa-Union am Freitagabend die Ehre: Er hielt ebenso ein Grußwort wie Peter Wahl, der Landesvorsitzende der überparteilichen Vereinigung. Prof. Dr. Jürgen Mittag referierte über „Die integrative Wirkung des Sports“. Den filigranen musikalischen Rahmen setzte das Duo Kerstin Fabry (Saxophon) und Heinrich Altemeier (Gitarre). Und Roland Kirchhof sowie Jürgen Cokelc wurden als Gründungsmitglieder geehrt.

Die Europa-Union zählte in Herne schon drei Jahre nach Gründung 230 Mitglieder. Aktuell gehörten dem Kreisverband rund 160 Mitglieder an, so Frank Heu zur WAZ. Wie alle Vereine, Verbände und Parteien hätten auch sie mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen.

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