Jugend

Herner Ferienprogramm ist durch Corona nicht zu bremsen

Sommerferienprogramm im Spielezentrum im vergangenen Jahr: Damals  tauchten die Kinder ins alte Rom ab.

Sommerferienprogramm im Spielezentrum im vergangenen Jahr: Damals tauchten die Kinder ins alte Rom ab.

Foto: Spielezentrum

Herne.  Städtische und freie Jugendtreffs in Herne haben für die Sommerferien wieder ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Ein Heft gibt es nicht.

Wer in diesen Tagen Ausschau hält nach dem Programmheft für die Sommerferien, wird enttäuscht. Weil Corona auch der städtischen Jugendförderung einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, wird es in diesem Jahr kein Heft geben. Was nicht für das Programm als solches gilt: Städtische und freie Träger haben sich alle Mühe gegeben, trotz der bekannten Umstände ein umfangreiches Angebot für Kinder, Teenies und Jugendliche zusammenzustellen. Einzusehen ist es in Kürze auf der Homepage der Stadt Herne und den Internetseiten der einzelnen Anbieter.

Ferienexpress fährt 2020 nicht

Eines vorab: Der beliebte Ferienexpress setzt sich in diesem Sommer nicht in Bewegung, wie Marion Heuer (Jugendförderung Herne) am Donnerstag bei der Programmvorstellung mitteilte. „Das haben wir gecancelt, weil wir nicht mit so vielen Kindern im Reisebus fahren können.“ Lediglich die Woche auf dem Schulbauernhof finde statt, allerdings mit 13 statt 30 Kindern, und sei auch bereits ausgebucht. Normalerweise gibt es um die 20 Fahrten.

Unproblematisch seien dagegen Ferienangebote für maximal neun teilnehmende Kinder plus eine Betreuung, und zwar „ohne Abstand“. Das sei nach den Corona-Vorschriften möglich, wenn durch eine Anmeldung die Teilnehmer nachvollziehbar seien und es sich um feste Gruppen handele. Um sich ein bisschen Freiheit zu bewahren, würden aber zusätzlich „Kreativtische“ eingerichtet, für die keine Anmeldung vonnöten sei, wo dann aber der Abstand von 1,5 Metern eingehalten werde. Eine Maskenpflicht gebe es nicht.

„Das ist der momentane Stand bis 1. Juli“, schränkt Marion Heuer ein. Die Schulferien beginnen am Montag, 29. Juni. Die Jugendeinrichtungen sind seit einigen Wochen wieder geöffnet und seien „mit dem Arbeiten unter Coronabedingungen vertraut“. So sei „größtmögliche Sicherheit gewährleistet“.

Sechs Jugendtreffs der Stadt beteiligt

Sechs städtische Jugendeinrichtungen haben Angebote entwickelt, einige für die kompletten Ferien, andere für einen Teil. Mit dabei sind in Sodingen „Die Wache“, das Spielezentrum in Herne-Süd, der Abenteuerspielplatz am Hasenkamp in Holsterhausen, der Heisterkamp in Eickel, das Jugendzentrum am Freibad in Wanne und die Begegnungsstätte Pluto in Bickern.

Sie differenzieren nach Alter und Interessen, angepasst an die eigenen Schwerpunkte. Beliebt sind Rallyes und Schnitzeljagden, Kreativangebote wie Urban Art oder Upcycling, aber auch Kirmesspiele angesichts des Crange-Ausfalls in diesem Jahr. Musik und Tanz spielen eine Rolle wie auch Fußball, die einen schwärmen in die Natur aus, andere experimentieren. Auch Foto und Film sind Themen. Die meisten Einrichtungen kooperieren mit Schulsozialarbeiterinnen, sagt Marion Heuer. An neun Schulen gibt es darüber hinaus für 90 Kinder Projekte in Kleingruppen.

Freie Träger machen mit

Auch die freien Träger sind aktiv. Friedhelm Libuschewski vom Stadtjugendring nannte die TOT („teiloffene Tür“) Sennestraße in Eickel, TOT am Göddenhoff in Röhlinghausen, das Lighthouse in Herne-Mitte und das Sportjugendhaus. Die Falken präsentierten ihr Programm für den Jugendtreff Pub à la Pub in Unser Fritz, die Begegnungsstätte in Horsthausen und das Jugendzentrum in Pantringshof. Die „Arche“ an der Emscherstraße arbeitet u.a. mit Ingo Anderbrügges Fußballcamp und dem Circus Schnick-Schnack zusammen. An der Emscherstraße begrüßt auch die Projektwohnung „em86“ ihre Kinder, und das HOT Jüngerbistro in Wanne ist ebenfalls geöffnet.

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