Kommentar

Kitas und Schule: Ungleichbehandlung verunsichert Eltern

Es kommentiert: WAZ-Redakteurin Kathrin Meinke.

Es kommentiert: WAZ-Redakteurin Kathrin Meinke.

Foto: WAZ

Herne.  Die Kitas öffnen für alle, in den Schulen wird strikt auf Abstand geachtet. Diese Ungleichbehandlung verunsichert und verärgert. Ein Kommentar.

Es ist also soweit: Alle Kinder dürfen zurück in die Kitas. Viel schneller als zwischenzeitlich gedacht, als Familienminister Stamp von mindestens zwei Tagen bis zu den Sommerferien sprach. Manche Eltern atmen auf, andere fragen sich aber auch, ob sie die Entlastung nutzen oder das Kind zur Sicherheit doch lieber zuhause behalten sollten.

Denn es bleibt ein mulmiges Gefühl. Während bei den Schülern strengste Abstandsregeln beachtet werden, auf Hofpausen verzichtet, und lieber der Unterricht auf gut zwei Stunden gekürzt wird, dürfen in den Kitas demnächst alle Kinder einer Gruppe ohne Einschränkung miteinander spielen.

Die Gruppen zu halbieren und die Kinder nur jeden zweiten Tag kommen zu lassen, wäre sicherlich auch ein Schritt in Richtung Normalität gewesen. Das Land hat anders entschieden und die Träger versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Dennoch: Die Ungleichbehandlung zwischen Kitas und Schulen verunsichert die Eltern und sorgt für Unmut. Hoffen wir, dass das „Experiment“ Kita-Öffnung gelingt und bald wieder alle Kinder gleichermaßen zurückkehren können - in die Kitas und Schulen.

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