Einsatz

Männer bewerfen Rettungssanitäter in Herne mit Musikbox

Die Musikbox ist auf dem Dach des Einsatzwagens gelandet. (Symbolbild)

Die Musikbox ist auf dem Dach des Einsatzwagens gelandet. (Symbolbild)

Foto: Nicolas Armer / dpa

Herne.  Zwei Rettungssanitäter der Feuerwehr Herne wurden bei einem Einsatz mit einer Musikbox beworfen. Der Lautsprecher landete auf dem Rettungswagen.

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Rettungssanitäter der Herner Feuerwehr sind am Dienstag in den späten Abendstunden bei einem Einsatz angegriffen worden. Wie die Polizei mitteilt, wurden die Sanitäter beim Eintreffen vor einem Mehrfamilienhaus in der Straße Am Amtshaus in Herne-Sodingen aus dem Fenster im zweiten Obergeschoss mit einer Musikbox beworfen.

Nach einem Notruf, dessen Grund eine „kollabierte Person in Wohnung“ gewesen sei, war zunächst der Rettungswagen der Feuerwehr gegen 23.20 Uhr vor dem Mehrfamilienhaus vorgefahren. Ob eine der Personen wirklich kollabiert war, konnte die Polizei nicht feststellen. „Der eine hat den Rettungswagen gerufen, was der andere nicht wollte“, berichtet ein Sprecher der Polizei. Wohl deshalb habe einer der Männer die Musikbox geworfen.

Der Lautsprecher landete nach Angaben der Polizei zunächst auf dem Dach des Rettungswagens und fiel von dort auf die Straße. Dort lagen auch diverse Scherben von Bierflaschen, die nach bisherigem Kenntnisstand der Polizei ebenfalls aus dem Fenster geschmissen worden seien. Die Feuerwehrmänner wurden nicht verletzt.

Zeugen hörten lautes Geschrei

In der Wohnung hätten Zeugen laut Mitteilung der Polizei zuvor lautes Geschrei gehört und die Zerstörung von Möbelstücken wahrgenommen. Als Polizeibeamte die Wohnungstür öffneten, hätten sie zwei stark alkoholisierte Männer (19/20) angetroffen. Die Polizisten hätten festgestellt, dass die Räumlichkeiten völlig vermüllt und sämtliche Möbelstücke zerstört seien, so die Polizei weiter.

Zur Verhinderung weiterer Straftaten nahmen die Polizisten die beiden Herner mit zur Wache. Die Alkoholtests ergaben einen Wert von 1,4 beziehungsweise 1,6 Promille. Die Ermittlungen gegen die beiden Personen dauern im Herner Kriminalkommissariat 35 zurzeit noch an.

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