Cranger Weihnachtszauber

Ponyreiten beim Weihnachtszauber: Tierschützer planen Demos

 Pony-Reitbahn auf dem Cranger Weihnachtszauber.

 Pony-Reitbahn auf dem Cranger Weihnachtszauber.

Foto: Michael Muscheid / WAZ

Herne.  Aktivisten der Tierschutzorganisation Peta planen Demonstrationen gegen das Ponyreiten beim Cranger Weihnachtszauber. Und das gleich vier Mal.

Die Eröffnung des Cranger Weihnachtszaubers am Donnerstag wird von Protesten um eine Ponybahn überschattet. Nun hat das Streetteam Recklinghausen der Tierschutzorganisation Peta Demonstrationen gegen das Ponyreiten beim Cranger Weihnachtszauber angekündigt.

Gleich vier Mal möchten die Aktivisten ihrem Unmut über das Angebot Ausdruck verleihen, bei dem Kinder auf 15 Pferden und einem Esel im Kreis reiten dürfen. Geplant seien Demonstrationen derzeit jeweils für die Sonntage 1. Dezember, 8. Dezember, 15. Dezember und den 22. Dezember, teilt Peta auf WAZ-Anfrage mit. „Höchstwahrscheinlich finden sie jeweils von 14 bis 17 Uhr statt“, teilt Streetteam-Betreuerin Alina Langenhorst mit.

Online-Petition mit rund 7500 Unterstützern

Genauere Informationen möchten die Tierschützer bekannt geben, sobald die Versammlungsbestätigungen vorliegen. Denn sie hoffen auf Unterstützung aus der Bevölkerung. Und die scheint sehr wahrscheinlich, blickt man auf die Unterstützer einer Online-Petition „Kein Ponykarussell auf dem Cranger Weihnachtszauber“. Am Mittwochabend hatten sich bereits rund 7.500 Unterstützer der Petition angeschlossen und die Zahl wuchs kontinuierlich.

Die Stadt Herne sei nicht glücklich darüber, dass es Ponyreiten auf der Winterkirmes gibt, sieht aber keinen Handlungsspielraum. Pferdebahnen seien grundsätzlich zulässig und die Entscheidung liege somit beim Veranstalter, teilte die Stadt Herne mit.

Das für Herne zuständige Veterinäramt Recklinghausen hat nach einem Besuch vor Ort „keine tierschutzrechtlichen Bedenken“ und hat für das Ponyreiten grünes Licht gegeben. Stefan Kaiser, Inhaber der „Kaiserreitbahn“, betont, dass es seinen Tieren gut geht und bietet jedem an, sich vor Ort selbst ein Bild davon zu machen.

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