Energie sparen

So heizt man richtig - Tipps der Herner Verbraucherzentrale

Stoßweise und regelmäßiges Lüften sind im Winter besonders wichtig, um Schimmel zu vermeiden.

Stoßweise und regelmäßiges Lüften sind im Winter besonders wichtig, um Schimmel zu vermeiden.

Foto: Christin Klose / dpa-tmn

Herne.  Die Herner Verbraucherzentrale gibt Tipps, wie man in der Heizsaison Energie sparen kann. Kleine Helfer bringen dabei zum Teil große Vorteile.

Auch wenn der Herbst sich aktuell noch von seiner freundlichen Seite zeigt, gab es schon die ersten kalten Tage. Mit Beginn der Heizperiode stellen sich viele Fragen: Wie heize ich richtig? Worauf muss ich achten? Wie kann ich Energie sparen? Die Verbraucherzentrale Herne gibt Tipps, wie man gut durch die kalte Jahreszeit kommt.

Rund 70 Prozent der insgesamt benötigten Energie brauche im Privathaushalt die Heizung. Mit wenig Aufwand kann jedoch einiges eingespart werden. Zunächst gilt: Ein Heizkörper braucht Freiraum, da sich die Wärme ansonsten nicht richtig im Zimmer verteilen kann. Die Verbraucherzentrale rät deshalb, keine bodenlangen Vorhänge vor Heizkörpern anzubringen und größere Möbel mit mindestens 30 Zentimetern Abstand zu platzieren.

Thermostate geschickt nutzen

Der Thermostat sollte geschickt eingestellt werden. Er regelt, wie warm der Raum werden soll, nicht, wie schnell das geht. Die Stellung „3“ führt in der Regel zu rund 20 Grad, „5“ zu 26 Grad. Wem dies zu heiß ist, und wer dann lüftet, verliert wertvolle Heizenergie. Die Wohnung müsse zudem nicht immer gleich warm sein. Wenn man nicht zu Hause ist oder schläft, müssen nicht alle Räume genauso warm sein wie tagsüber. Deshalb sollte die Temperatur mehrfach am Tag an die Situation angepasst werden. Doch Vorsicht: Unter 16 Grad sollte die Temperatur jedoch nicht fallen, da sonst das Schimmelrisiko steigt.

Wer nicht immer händisch die Thermostate umstellen möchte, kann sich Hilfe holen. Programmierbare Thermostate erlauben zeitliche Voreinstellungen, vernetzte Modelle lassen sich sogar über das Smartphone steuern. So ist der Energieverbrauch leichter zu überblicken. Ein großes Streitthema ist im Winter für viele das Thema Lüften. Die Verbraucherzentrale rät, mehrmals am Tag wenige Minuten lang die Fenster weit zu öffnen. Dies sei in der Heizperiode die empfohlene Vorgehensweise. Ideal sei sogar kurzer Durchzug. Wenn die Heizung gluckert, sollte man ebenfalls aktiv werden und entlüften. Denn, die Geräusche sind nicht nur störend sondern die Wärmeverteilung ist schlechter.

Energie sparen leicht gemacht

Nicht nur beim Heizen lasse sich Energie sparen. Neben den programmierbaren Thermostaten lasse sich laut Verbraucherzentrale auch in anderen Bereichen mit einer einmaligen Investition Geld sparen. So halbiere ein Sparduschkopf, den es für gut 20 Euro gibt, den Warmwasserverbrauch deutlich. Gerade bei Durchlauferhitzern in Mehrpersonenhaushalten könne sich das durchaus dreistellig im Geldbeutel bemerkbar machen, und zwar jedes Jahr. Es gelte lediglich zu prüfen, ob der Durchlauferhitzer kompatibel ist.

Dass LED stromsparend sind, ist den meisten bekannt. Dass sie aber bis zu 80 Prozent weniger verbrauchen als Halogenlampen wissen die wenigsten. Zudem halten die LED länger als Halogen, sodass man nach der Umstellung für einige Jahre Ruhe hat.

Bei der Neuanschaffung eines Geräts sollte man zudem auf die Energieeffizienzklasse achten. Sparsame Geräte müssen nicht unbedingt teurer sein. Wer hingegen ein Schnäppchen macht, und eine geringere Effizienz in Kauf nimmt, zahlt am Ende drauf - gibt die Verbraucherzentrale zu bedenken. Unter Umständen könne sich sogar auch der spontane Austausch eines alten Geräts gegen ein sparsames finanziell lohnen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben