Cranger Kirmes

Stadt Herne rüstet sich für den Cranger Kirmesumzug

Beim Kirmesumzug zur Eröffnung der Cranger Kirmes im vergangenen Jahr.

Beim Kirmesumzug zur Eröffnung der Cranger Kirmes im vergangenen Jahr.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Herne.  Stadt, Polizei und Feuerwehr setzen auf Bewährtes. Sicherheitskonzept bleibt unverändert. Verlegung der Bushaltestellen wird zurückgenommen.

Alles wie immer: Auf diesen Nenner könnte man bringen, was Stadt, Polizei und Feuerwehr am Donnerstag der Presse zum Kirmesumzug mitzuteilen hatten. Um die 4000 Menschen werden sich am ersten Kirmessamstag, 3. August, zu Fuß oder auf einem der 93 Festwagen vom St. Jörgen-Platz in Richtung Kirmesplatz bewegen. „Im vergangenen Jahr hatten wir 120.000 Besucher“, erklärte Zugleiter Michael Torkowski. „Ich denke, die werden wir wieder erreichen.“

Start ist um 10.30 Uhr in Eickel

118 Gruppen marschieren und fahren gegen 10.30 Uhr in Eickel los, um etwa zwei Stunden später das Ende der Strecke zu erreichen. Die letzten werden gegen halb zwei erwartet. Neben 87 Festwagen machen sich 14 Fußgruppen auf den Weg, sechs Wagen verbinden beides.

Festumzug Cranger Kirmes 2018

Die Musik kommt in den meisten Fällen aus der Konserve, dazu sind elf Musikgruppen auf den Beinen, ein Fanfarenzug kommt sogar aus Oldenburg. Stark vertreten ist wieder der Stadtsportbund, sagt Michael Torkowski auf die Frage nach der größten Gruppe. „Allein die Spielvereinigung Röhlinghausen kommt mit 105 Teilnehmern.“ Auch die Tanzschule Diel hat sich mit 100 Personen angesagt.

Oliver Grabowski als neuer Moderator

Eine Neuerung gibt es dann doch: An der Christuskirche in Wanne-Mitte kommentiert Oliver Grabowski von Radio Herne vor der VIP-Tribüne als Moderator die Ankunft der Gruppen. Diese Rolle hatte viele Jahre lang seine Ex-Kollegin Annette Teermann übernommen. Auch die Jury sitzt dort: Welcher Festwagen und welche Fußgruppe die attraktivsten sind, entscheiden in diesem Jahr die Jugendkunstschulleiterin Sylvia Steffan, Jochen Schübel für die Presseabteilung der Cranger Kirmes und für die Schausteller Geisterbahn-Betreiber Rudolf Schütze. Die Auserwählten - drei in jeder Kategorie - werden am Montag, 5. August, in der Cranger Festhalle geehrt, wie immer im Rahmen von „Engagiert in Herne“. Er sei immer wieder fasziert, wieviel Zeit und Geld die Aktiven beim Kirmesumzug investierten, erklärte Michael Torkowski. „Davor kann man nur den Hut ziehen.“

Sicherheitskonzept bleibt unverändert

Am Sicherheitskonzept der Kirmes habe sich nicht viel geändert, hieß es. Die Polizei steuere wieder von Bochum aus das Geschehen, teilte Nicole Pletha als Leiterin der Polizeiinspektion Herne mit. Technisch unterstützt würden die Polizeibeamten durch Kameras auf dem Kirmesplatz, drei feste und eine mobile. Um Taschendiebstähle zu vermeiden, rät die Polizei davon ab, große Taschen oder Rucksäcke mitzunehmen.

Auch die Feuerwehr steht wieder bereit: „Wir haben unsere Einsatzleitung an gewohnter Stelle in der Schleuse“, erklärte Ralf Radloff von der Berufsfeuerwehr. Löschfahrzeuge stehen am Pumpwerk und bei Schwing ein Rettungswagen.

Zur Terrorabwehr stellt Stadtmarketing wieder seine „Herner Trucksperren“ auf, etwa 450 Einzelelemente kommen, teilweise in Gruppen, zum Einsatz. „Wir haben noch einmal aufgerüstet“, sagte Michael Torkowski vom Fachbereich Öffentliche Ordnung. „Der Radius bleibt, wie er war.“

Busse halten wieder an gewohnter Stelle

Gefruchtet hat offenbar die Kritik an den im vergangenen Jahr verlegten Bushaltestellen: Die Kirmes-Busse halten wieder an gewohnter Stelle. Die Verlegung war 2018 mit dem Sicherheitskonzept begründet worden, was nicht nur die Kirmesbesucher verärgert hatte, die weitere Wege auf sich nehmen mussten, sondern auch einige Schausteller an der Hauptstraße. Sie beklagten Umsatzeinbußen wegen umgeleiteter Fußgängerströme. Nun halten die Busse aus Herne-Mitte wieder bei Schwing und die aus Wanne an der Florastraße.

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