Unwetterschäden

Unwetterschäden: Versicherung ist am Zug

So sah es vor einer Woche nach einem Unwetter im Kleingarten von Manfred Schwiderski aus: Eine Birke war auf die  Laube gestürzt. Das Dach ist inzwischwen wieder dicht. Nun gilt es zu klären, wer für die Schäden aufkommt.

So sah es vor einer Woche nach einem Unwetter im Kleingarten von Manfred Schwiderski aus: Eine Birke war auf die Laube gestürzt. Das Dach ist inzwischwen wieder dicht. Nun gilt es zu klären, wer für die Schäden aufkommt.

Foto: WAZ FotoPool

Wanne-Eickel.   Der Ärger über die Stadt ist nach den Unwetterschäden in der vergangenen Woche noch nicht verraucht. Im Raum steht auch die Frage, wer für die Kosten aufkommt, die durch die auf ein Laubendach gestürzte Birke entstanden ist.

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Vor einer Woche stürzte eine entwurzelte Birke nach einem Unwetter aufs Dach der Laube des Kleingärtners Manfred Schwiderski (wir berichteten). Die Schäden sind beseitigt, doch der Ärger des Kleingärtners der Wanner Anlage „Erholung“ über die Stadt ist längst nicht verraucht. Und auch die Frage, wer für die entstandenen Schäden haftet, steht im Raum.

Versichert ist Manfred Schwiderski über den Stadtverband der Kleingärtner. „Der Schaden ist an die LVM nach Düsseldorf gemeldet, zusammen mit dem WAZ-Bericht über den Vorfall“, sagt Dieter Claer, Vorsitzender des Stadtverbandes der Kleingärtner, auf Anfrage. Es wird wohl zu klären sein, ob nun die Versicherung oder doch die Stadt zuständig ist. „Der Baum stand ja unter Stadtaufsicht“, so Claer.

„Sehr ärgerlich“ findet Manfred Schwiderski die Erklärungen der Stadt. Wie berichtet, hatte diese nach dem Unwetter jede Schuld von sich gewiesen. „Wenn ich solche Aussagen seitens der Stadt höre, könnte ich aus der Haut erfahren“, erklärt der 76-Jährige. Bereits vor etwa drei Jahren habe die jetzt aufs Dach gestürzte Birke nach einem Unwetter eine Neigung von rund 15 Prozent erfahren. Und: Auf seinem Grundstück seien regelmäßig abgestorbene Äste von besagter Birke gelandet.

Der Vorstand von „Erholung“ macht geltend, dass Stadtgrün bereits 2012 auf Schäden an dieser und anderen Birken im öffentlichen Bereich der Wanner Anlage hingewiesen worden sei. „Geht man heute durch diesen Bereich, sieht man noch andere Missstände“, so Schwiderski. Seine Botschaft an die Stadt: „Kommt ja nicht mit einer faulen Ausrede, wenn der erste Mensch durch einen umgestürzten Baum zu Schaden kommt.“

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