Freibäder

Auch „Detlef“ wird Saison wohl nicht retten

Sieben Betreuer kümmern sich täglich bei der Ferienbetreuung im Schleddenhof, die das nicht durchführbare Zeltlager ein wenig ersetzen soll, um bis zu 20 Kinder.

Sieben Betreuer kümmern sich täglich bei der Ferienbetreuung im Schleddenhof, die das nicht durchführbare Zeltlager ein wenig ersetzen soll, um bis zu 20 Kinder.

Foto: Torsten Lehmann / IKZ

Iserlohn.  Bislang wurde im Schleddenhof und im Heidebad an keinem Tag die maximale gleichzeitige Besucherzahl erreicht.

Im Schleddenhof war am Mittwochnachmittag alles im „gelben Bereich“: Während die zwölf Kinder der Ferienbetreuung zu ihrer „Seilersee-Rallye“ aufbrachen, stand die „Besucher-Ampel“ auf der Vereins-Homepage auf der Stufe „etwas stärker besucht“. Und auch im Heidebad war man am späten Nachmittag, als der Andrang am größten war, mit 645 Besuchern von der dort in Corona-Zeiten maximal gleichzeitig erlaubten Grenze von 1500 noch weit entfernt.

„Ich schätze, dass wir im Schleddenhof spätestens am Wochenende zum ersten Mal die uns erlaubte Zahl von 1000 Besuchern gleichzeitig erreichen“, sagte am Mittwoch die ISSV-Vorsitzende Stephanie Hennecke mit Blick auf die aktuelle Hitze. Für die Vereinsmitglieder soll es dann gegebenenfalls eine Verlängerung der Öffnungszeit über 20 Uhr hinaus geben. Ob und wann das sein wird, geben die Verantwortlichen kurzfristig bekannt.

Am bisher heißesten Tag des Jahres, am vergangenen Freitag, hatte man im Schleddenhof mit rund 900 gleichzeitigen Badegästen das erste Mal die rote Phase der Ampel erreicht. Wobei sich die Schwimmmeister bei der Einstufung („wenig“, „normal“, „etwas stärker“ und „stark“, so wie am Freitag) nicht nur an der Zahl der erfassten Mitglieder und zahlenden Gäste orientieren, sondern stets auch die Menge der Menschen im Wasser berücksichtigen. Abgesehen von der letzten Stufe vor der zeitweisen Schließung: Ab 950 Badegäste wird die Ampel auf „zu stark“ stehen.

Noch mal 50 mehr waren es am Freitag gleichzeitig im Heidebad, das mit seiner – aufgrund der größeren Flächen – maximalen Obergrenze von eben 1500 Gästen (eine Online-Vorab-Anmeldung ist übrigens nicht möglich) aber auch da noch ordentlich Luft nach oben hatte. „Insgesamt hatten wir am 31. Juli 1450 Besucher“, berichtete der I 95-Geschäftsführer Ralf Brinkschulte. So viele und ebenfalls 1000 gleichzeitig wären es auch am zweitheißesten Tag, dem 26. Juni, gewesen. Im Schleddenhof waren da übrigens 751 zur selben Zeit im Bad.

Auch wenn das Hoch „Detlef“ jetzt für heiße Tage sorgt: Die bisherige Saison wird das aller Voraussicht nach nicht mehr retten. „Mäßig zufrieden“ ist Stephanie Hennecke. „Und das wären wir wohl auch bei besserem Wetter in den vergangenen Wochen gewesen“, sagt sie mit Blick auf den bisher auch an schöneren Tagen eher verhaltenen Andrang: „Die Leute sind insgesamt vielleicht vorsichtiger.“

Für Ralf Brinkschulte sind indes das Wetter bzw. dessen Prognosen die Ursache dafür, dass man im Heidebad Ende Juli mit 16.387 Badegästen im Vergleich zum Vorjahr bei 50 Prozent der damaligen Besucherzahl und zudem bei nur 36 % der Einnahmen lag, also auch viele Mitglieder darunter waren. „Auch 2016 hatten wir übrigens bis Mitte August nur etwa 17.000 Badegäste, und das obwohl die Saison da planmäßig und nicht mit dreiwöchiger Verspätung begonnen hat“, hat der Geschäftsführer beim Blick ins Statistik-Archiv festgestellt. Vor vier Jahren habe man dann allerdings zwischen dem 24. und 28. August 11.500 Badegäste begrüßen können. „Davon an drei Tagen jeweils über 2500“, freut er sich und bedauert zugleich, dass eine solche „Aufholjagd“ mit den Corona-Beschränkungen, an die sich auch die allermeisten Gäste halten würden, ja gar nicht möglich wäre.

Erstmals „Iserlohner Hundeschwimmen“ an zwei Terminen

Zumindest ein wenig die Saison-Bilanz im Heidebad verbessern könnte indes das „4. Iserlohner Hundeschwimmen“, das erstmals sogar an zwei Sonntagen, und zwar am 6. und am 13. September, jeweils von 10 bis 18 Uhr stattfinden soll. Dann dürfen sich auch wieder – und das ist das Besondere in der „Heide – neben den Vierbeinern auch wieder ihre Herrchen und Frauchen ins dann chlorfreie Wasser stürzen.

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