Kirchenmusik

Die Kirchenmusik weiter voran bringen

Pfarrer Johannes Hammer (li.) und der Geschäftsführer des Kirchenvorstandes, Marcus Hüttenhein (re.), nehmen den neuen Kantor Tobias Leschke.

Pfarrer Johannes Hammer (li.) und der Geschäftsführer des Kirchenvorstandes, Marcus Hüttenhein (re.), nehmen den neuen Kantor Tobias Leschke.

Foto: Ralf Tiemann

Iserlohn.   Tobias Leschke tritt zum 1. Januar die vakante Stelle als katholischer Dekanatskirchenmusiker an.

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Der heilige Pankratius ist Tobias Leschke schon sehr vertraut. Auch in der Gemeinde St. Mauritius in Nordkirchen, Kreis Coesfeld, wo der junge Kirchenmusiker derzeit noch eine volle Stelle als Kantor bekleidet, gibt es eine alte Kirche, deren Grundmauern auf das 11. Jahrhundert zurückgehen und die damals auf Pankratius geweiht wurde – ganz ähnlich wie in Iserlohn, wo sich die katholische Kirche bekanntlich auf ihren Ur-Patron besonnen hat und die im Januar neu gegründete Iserlohner Großpfarrei St.-Pankratius-Gemeinde genannt hat. Hier wird Tobias Leschke nun zum 1. Januar seinen Dienst als Kantor im Pastoralverbund Iserlohn und als Dekanatskirchenmusiker im Dekanat Märkisches Sauerland antreten.

„Das ist ein großer Schritt für mich“, sagt der 27-Jährige im Gespräch. Denn die Gemeinde in Iserlohn ist nicht nur ungleich größer als seine bisherige Wirkungsstätte. Es fällt ihm vielmehr auch die große Aufgabe zu, die im Wachstum begriffene Kirchenmusik in Iserlohn und im ganzen Dekanat zu gestalten und voranzubringen – genau so, wie es sein Vorgänger Christopher Brauckmann, der Iserlohn im Mai verlassen hatte, bereits begonnen hat. Leschke bekommt denselben Stellenzuschnitt wie Brauckmann. „Wir haben ein großes Interesse daran, dass die Musik bei uns wächst und gedeiht“, stellt auch Marcus Hüttenhein, Geschäftsführer des Kirchenvorstandes der neuen Pankratius-Gemeinde, klar, dass die Kirchenmusik weiter an Bedeutung gewinnen soll.

Große Aufgaben mit großen Gestaltungsspielräumen

So steht die Gemeinde unmittelbar vor einer Komplettsanierung der großen Aloysius-Kirche. In diesem Zuge bestehe bereits ein Grundsatzbeschluss der Gemeinde, auch die Orgel zu modernisieren und ganz zu erneuern. „Das wollen wir angehen“, sagt Hüttenhein. Ebenso gibt es einen Grundsatzbeschluss, eine weitere halbe Kirchenmusikerstelle für Chöre und Orgeldienste in ganz Iserlohn einzurichten. Und schließlich sind inzwischen acht Kirchenmusikerstellen im Dekanat besetzt, so dass Tobias Leschke auch auf dieser Ebene in einem jungen Team die Aufbauarbeit weiter voranbringen kann. Das sind große Aufgaben mit großen Gestaltungsspielräumen für einen jungen Musiker, auf die sich Tobias Leschke sehr freut. Wie sein Vorgänger hat der gebürtige Dortmunder in Köln studiert. Schon während des Studiums hat er eine halbe Stelle in Lünen übernommen, wo er sich mit eigener Chorarbeit, Orgeldiensten und einer renommierten Konzertreihe bereits früh in allen Bereichen der Kirchenmusik in der Praxis ausprobieren konnte. Nach Abschluss des Master-Studiums in Köln hat er dann vor zwei Jahren die volle Stelle in Nordkirchen übernommen. Da er sich aber künstlerisch noch nicht ganz komplettiert fühlte, hat er nach einjähriger Pause noch ein Studium an der Musikhochschule in Detmold aufgenommen, um die Konzertreife an der Orgel zu erlangen.

Ökumenisches Programmsoll fortgeführt werden

Trotz dieser derzeitigen Fokussierung auf die Orgel sieht sich Tobias Leschke selbst aber nicht als Spezialist für einen bestimmten Bereich, sondern als einen breit aufgestellten Allround-Musiker, der sich in allen Bereichen, Orgel, Klavier, klassische Chorarbeit und Jugendförderung, gleich wohl fühlt. Gerade der letzte Punkt hatte in der kurzen Ära Brauckmann im Zusammenwirken mit dem ebenfalls verabschiedeten Vikar Kendzorra einen deutlich Aufschwung erhalten, weswegen in der weiteren Förderung der jungen Kirchenmusik durchaus ein Schwerpunkt liegen soll. „Ich bin froh, dass wir die Stelle nun so schnell besetzen konnten und unsere Chöre eine klare Perspektive haben“, sagt auch Pfarrer Johannes Hammer – vor allem auch mit Blick auf den Nachwuchs.

Grundsätzlich wird der neue Mann aber erst einmal damit beschäftigt sein, seinen großen Aufgabenbereich genau kennenzulernen und selbst zu erfahren, was die Menschen in der Gemeinde und in den Gruppen wünschen. „Mir ist wichtig, dass wir die Kirchenmusik gemeinsam weiter entwickeln.“ Wobei er grundlegend die begonnenen Wege von Christopher Brauckmann weiter gehen möchte. Nach dem ersten Eindruck zu urteilen, werden die Chöre und die Gemeindemitglieder dabei auch sehr viel Spaß mit ihm haben.

Offiziell wird Tobias Leschke nun am 1. Januar damit beginnen, für den Sonntag, 3. Februar, ist dann als offizielle Vorstellung ein Orgelkonzert in St. Aloysius mit anschließendem Umtrunk im Pankratius-Forum geplant. Tätig wird Tobias Leschke hier und da aber schon früher.

Heute Vormittag trifft er sich beispielsweise schon mit seinem evangelischen Kollegen Hanns-Peter Springer. Es sei aus der Ferne zwar schwierig, konkrete Ideen zu entwickeln, es soll aber auch im kommenden Jahr 2019 erneut ein gemeinsames, ökumenisches Konzertprogramm für Iserlohn geben.

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