Coronavirus

Handwerker sind sensibilisiert

Wir müssen jetzt alle vorsichtiger miteinander umgehen, aber sollten trotzdem ein Höchstmaß an Normalität erhalten“, sagt Dirk H. Jedan

Wir müssen jetzt alle vorsichtiger miteinander umgehen, aber sollten trotzdem ein Höchstmaß an Normalität erhalten“, sagt Dirk H. Jedan

Foto: Privat / IKZ

Iserlohn.  Betriebe vermeiden engen Kundenkontakt. Verschärfte Hygieneregeln

Auf der Internetseite der Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis gibt es „Corona-News“, eine zentrale E-Mail-Adresse für Fragen rund ums Thema und vieles mehr. Auch die Gewerke beschäftigt die Pandemie derzeit.

„Wir müssen jetzt alle vorsichtiger miteinander umgehen, aber sollten trotzdem ein Höchstmaß an Normalität erhalten“, sagt Kreishandwerkerschafts-Hauptgeschäftsführer Dirk H. Jedan. Er und seine Mitarbeiter sind momentan mit Fragen rund um Corona beschäftigt, die Betriebe werden mit Informationen versorgt, teils per Rundschreiben. „Die Friseure hat es richtig hart getroffen“, weiß er. Für die Mitglieder dieser Innung werde derzeit vor allem Hilfe in Sachen Kurzarbeitergeld und Zuschussprogramme geleistet.

Doch die Gewerke, die weiter arbeiten dürfen und wollen, seien bestens auf die neue Situation vorbereitet. Dirk Gärtner, Geschäftsführer des gleichnamigen Malerfachbetriebs, betont: „Alle sind sensibilisiert, enger Kontakt zu Kunden wird vermieden. Wir desinfizieren uns die Hände, haben den Reinigungsplan noch einmal angepasst.“ Auf Unterschriften, beispielsweise auf Stundenzetteln, werde derzeit verzichtet. „Wir Handwerker, und das gilt für alle Branchen, können unsere Kunden auch mit einem freundlichen Lächeln begrüßen. Viele stellen uns Desinfektionsmittel zur Verfügung“, erzählt Dirk Gärtner.

Stornierungen halten sich in Grenzen

Und sagt: „Wir haben alle die Zeichen der Zeit erkannt, verschieben zum Beispiel von uns Termine bei Kunden, die wir von uns aus in der Risikogruppe sehen.“ Dirk H. Jedan erklärt: „Es gibt zwar Stornierungen von Aufträgen, aber nicht in Größenordnungen. Bei den Kunden ist keine Hysterie zu verspüren.“ Dirk Gärtner erinnert auch daran, dass die Handwerker volle Auftragsbücher hätten, und dass der Fachkräftemangel auch in Krisenzeiten anhalte. „Wer jetzt storniert, der bekommt dann noch später als bisher einen Termin.“

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