Immobilienwirtschaft

Mit Erfahrung und Service wird aus dem Profi ein „Ass“

Halis Kilic, Iserlohn geschäftlich

Halis Kilic, Iserlohn geschäftlich

Foto: Andreas Drees / IKZ

Iserlohn geschäftlich.  Halis Kilic hat sich als Immobilienmakler selbstständig gemacht und dafür ein repräsentatives Büro auf vier Rädern zugelegt.

Nicht nur bei der Firmenbezeichnung, sondern auch in der täglichen Praxis will Halis Kilic neue Wege gehen. Kurz vor Beginn der Corona-Pandemie hat sich der 37-jährige Kaufmann als Immobilienmakler selbstständig gemacht, nachdem er zuvor fünfeinhalb Jahre in einem Hemeraner Immobilienunternehmens als Vertriebsleiter tätig war. Und schon zuvor war er in der Immobilienbranche selbstständig unterwegs, war mit dem Immobilienthema sogar schon als junger Mann über den Vater befasst. Kilic nennt sich „Das ImmobilienAss“ und hat sich sein Büro unter dem Dach seines Wohnhauses Am Schmachtenberg 4 eingerichtet. In der Praxis setzt er auf mobiles Arbeiten, vor Ort beim Kunden, vor Ort beim Verkaufsobjekt. Deshalb hat er sich ein Büro auf Rädern zugelegt, ein schwarzes Wohnmobil mit Stern im Kühlergrill, in dem innen in repräsentativem Ambiente Kunden zur Beratung Platz nehmen können.

„Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“, sagt Kilic zur durchaus mutigen Namenswahl als „Immobilien-Ass“, fügt aber auch hinzu, dass er bisher sehr häufig Lob und Zustimmung für seine Tätigkeit erfahren habe, bei der er einen möglichst umfassenden Service biete. Fast 15 Jahre sei er bereits im Immobilienbusiness, sein Name bekannt. „Ich weiß, was ich kann“, sagt er und will mit der Bezeichnung auch ein bisschen polarisieren.

Große Nachfrage bei nach wie vor geringem Angebot

Kilic ist nach eigenen Angaben hauptsächlich im Raum Iserlohn und Hemer tätig, regelmäßig aber auch darüber hinaus. Nicht nur dort hilft ihm sein Büro-Mobil. Darin soll im Prinzip alles besprochen werden, denn der Makler komme heute fast immer zum Kunden. „Man braucht nicht nur die Käufer, sondern auch die Verkäufer“, erzählt er aus der beruflichen Praxis. Angesichts der niedrigen Zinsen sei derzeit die Nachfrage nach Immobilien weiterhin groß, das Angebot aber gering. Junge Familien wünschten sich ein Eigenheim, Ältere seien auf der Suche nach barrierearmem Wohnraum. So prägen die Themen demografischer Wandel und Mobilität seine Arbeit gleichermaßen, außerdem gehört heute die Digitalisierung zum Geschäft. Virtuelle Besichtigungen sieht er zwar durchaus als Trend, hauptsächlich aber als Argument, mit dem ein Makler für sich werbe. Trotz der Digitalisierung der Angebotspräsentation komme es für den Verkauf immer auf die reale Besichtigung an.

Makler Halis Kilic geht angesichts der Corona-Pandemie und den damit verbunden wirtschaftlichen Auswirkungen von stagnierenden Preisen am heimischen Immobilienmarkt aus. „Es könnten aus finanziellen Gründen etwas mehr Objekte auf den Markt kommen“, lautet seine Prognose, die – so sagt er selbst – möglicherweise auch ein bisschen aus dem Wunschdenken eines Maklers herrühren könne.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben