Neuer Service

Mit Smartphone und App clever beim Parken bezahlen

Parken ohne Parkschein, dafür mit App: Das ist ab sofort im Iserlohner Stadtgebiet möglich.

Parken ohne Parkschein, dafür mit App: Das ist ab sofort im Iserlohner Stadtgebiet möglich.

Foto: Stefan Janke

Iserlohn.  Seit Donnerstag bietet die Stadtverwaltung einen neuen digitalen Service an: Das Bezahlen von Parkgebühren per Smartphone und App.

Ab sofort können Autofahrer in Iserlohn ihre Parkgebühren auch per Mobiltelefon zahlen und auf Wunsch zusätzliche Dienste buchen. Ermöglicht wird dies durch die Kooperation mit dem Verein „smartparking“, einer Initiative für digitale Parkraumbewirtschaftung. Die „smartparking“-Plattform bündelt nämlich alle gängigen Anbieter des Handyparkens wie EasyPark, Park now, Park and Joy, moBilet, Yellowbrick/flowbird, paybyphone, Parkster und Parco. Der Autofahrer kann somit entscheiden, welche App für ihn die attraktivste ist.

Christian Eichhorn, Leiter des Ressorts Sicherheit, Bürger, Feuerwehr, Ordnungsamtsleiterin Angela Schunke und Lisa Rybarski von der Straßenverkehrsabteilung stellten zusammen mit Philipp Zimmermann von „smartparking“ am Donnerstag das bargeldlose Bezahlen der Parkgebühren per Handy vor. „Dies ist ein wichtiger Schritt im Rahmen der Digitalisierung des städtischen Lebens“, erklärte Eichhorn und betonte, dass die Parkgebühren auch weiterhin in voller Höhe an die Stadt fließen – ein weiterer Vorteil dank der Kooperation mit „smartparking“.

Den Parkvorgang startet der Autofahrer per App, Anruf oder auch per SMS. Seine Parkzeit kann er ganz nach Bedarf stoppen oder verlängern. So entfallen Überzahlung und auch Verwarngelder wegen abgelaufener Tickets. Für diesen Komfort addieren die teilnehmenden Anbieter unterschiedliche Zuschläge auf die städtische Parkgebühr. Ob ein Auto ein digitales Ticket hat, erkennen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes am Kennzeichen, das sie mit einem zentralen Online-System abgleichen. Dieses ist mit dem in Iserlohn zur Überwachung des ruhenden Verkehrs eingesetzten Verfahren kompatibel, sodass der Stadt keine Kosten für etwaige Anpassungen entstehen.

Die Parkscheinautomaten im Iserlohner Stadtgebiet bleiben parallel in Betrieb. Dort findet man ab sofort Informationen zu den Dienstleistern und Anleitungen für die ersten Schritte zum Handyparken. Die Einführung des Handyparkens hatte der Stadtrat nach einem Antrag der SPD-Fraktion im März 2019 beschlossen. Der Vertragspartner „smartparking“ ist auch in Menden, Hagen und Dortmund im Einsatz. Iserlohn ist nun eine von inzwischen über 130 „smartparking-Städten“.

„Erfahrungen anderer Kommunen zeigen, dass mit dem Start des Handyparkens etwa zehn bis fünfzehn Prozent der Parkenden diese Möglichkeit sofort nutzen“, erläuterte Christian Eichhorn, der von einer steigenden Tendenz ausgeht. Erfahrungsgemäß würden insbesondere die jüngeren Generationen technisch unterstützte Dienstleistungen mehr und mehr nutzen.

„Smartparking“ – die Initiative für digitale Parkraumbewirtschaftung – gibt es seit Herbst 2015. Geschäftsführer ist der ehemalige Hamburger Erste Bürgermeister Ole von Beust. Der Verein unterstützt Städte und Gemeinden bei der Einführung von effizienten und bürgernahen Lösungen für das bargeldlose Bezahlen von Parkgebühren. Auf der wettbewerbsübergreifenden Plattform finden sich eine Vielzahl der in Deutschland zertifizierten Anbieter. Wie Philipp Zimmermann erklärte, ist die Plattformlösung „smartparking“ offen für alle Handyparken-Anbieter auf dem deutschen Markt. Damit ließe sie Autofahrern die Freiheit, sich für die Technik zu entscheiden, die ihnen am meisten zusage. Und die Städte könnten, das zeige die Entwicklung der vergangenen Jahre, Handyparken sehr schnell einführen, ohne eine aufwendige Ausschreibung.

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