Hochzeit

Standesamt Iserlohn: Trauungen ab sofort mit mehr Gästen

Durch das Coronavirus gibt es einige Einschränkungen für Hochzeitsfeiern, geheiratet werden kann aber trotzdem.

Durch das Coronavirus gibt es einige Einschränkungen für Hochzeitsfeiern, geheiratet werden kann aber trotzdem.

Foto: Ina Fassbender / dpa

Iserlohn.  Dank erneuter Lockerungen dürfen jetzt vier Gäste mehr mit ins Trauzimmer in Iserlohn. Viele Paar sagen ihre Termine momentan aber ab.

Es soll der sogenannte schönste Tag im Leben sein: weißes Kleid, ausgelassene Feier und Ringe, die den Ehebund besiegeln. Der Mai gilt normalerweise als Hochsaison für Hochzeiten, doch aktuell macht die Corona-Krise den zukünftigen Ehepaaren einen dicken Strich durch die Rechnung. Doch jetzt hat das Standesamt Iserlohn immerhin eine kleine gute Nachricht: es dürfen wieder mehr Gäste an den Trauungen teilnehmen.

Noch im April fanden Trauungen unter Corona-Bedingungen mit maximal fünf Leuten im Trauzimmer statt, nur Brautpaar, Standesbeamter und etwaige Trauzeugen durften der Vermählung beiwohnen. Nach den aktuellen Lockerungen des Landes Nordrhein-Westfalen sind jetzt aber wieder mehr Gäste, auch aus verschiedenen Haushalten sowie das in Empfangnehmen des Paares vor dem Standesamt zulässig. Dabei gelte es natürlich weiterhin, einen Mindestabstand einzuhalten und auf direkten Körperkontakt wie etwa das Händeschütteln oder eine Umarmung zu verzichten.

Räumlichkeiten in der Villa Basse lassen vier Gäste mehr zu

Für das Iserlohner Standesamt in der Villa Basse bedeutet das, dass zusätzlich zu Trauzeugen, Brautpaar und Standesbeamten vier weitere Gäste mit in das Trauzimmer kommen dürfen. „Wir haben den Raum so bestuhlt, dass immer zwei Meter Abstand zwischen den Stühlen ist“, erklärt Amtsleiter Dirk Limberg. Mehr lasse die Räumlichkeit nicht zu. Ab und zu kämen auch Angehörige vor das Standesamt, aber auch dort gelten selbstverständlich die aktuellen Verhaltensregeln.

Von der Hochsaison der Hochzeiten ist nicht mehr viel übrig geblieben, denn viele Paare würden jetzt ihre Termine zur Eheschließung ins nächste Jahr verschieben oder erst einmal ganz absagen, so die Erfahrung von Dirk Limberg: „Die Brautpaare tun mir auch wirklich leid. Sie planen die Feier teilweise über ein Jahr lang und dann fällt alles ins Wasser.“

Besucherbeschränkung bei der Trauung oft das „kleinste Übel“

Das große Problem sei dabei meistens nicht die Beschränkung im Standesamt, sondern die Absagen kirchlicher Trauungen oder die fehlende Möglichkeit, in der geplanten Location zu feiern. „Viele Paare sagen uns, dass das Standesamt das kleinste Übel ist“, erzählt Limberg.

Manche Paare lassen sich von der Corona-Krise jedoch nicht abschrecken und heiraten trotzdem – wenn auch oft nicht ganz so wie geplant. „Die standesamtliche Trauung findet dann hier im kleinen Rahmen statt. Und die Feier soll dann im nächsten Jahr nachgeholt werden.“

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