Stadtentwicklung

60 Gocher fahren bei erster Bauprojekte-Radtour mit

Noch Sand, bald Wasser: Die Teilnehmer der ersten Bauprojekte-Radtour der CDU Goch umrunden den See, der auf dem Gelände der ehemaligen Reichswaldkaserne entsteht.

Foto: Niklas Preuten

Noch Sand, bald Wasser: Die Teilnehmer der ersten Bauprojekte-Radtour der CDU Goch umrunden den See, der auf dem Gelände der ehemaligen Reichswaldkaserne entsteht. Foto: Niklas Preuten

Goch.   Bürger erfahren bei der ersten Bauprojekte-Radtour der CDU Goch vor Ort Details zu Neu-See-Land, dem Gewerbepark Weeze-Goch und anderen Plänen.

Ein wenig Vorstellungskraft müssen die rund 60 Bürger noch aufbringen, denn an diesem Abend ist nicht einmal der Himmel blau. Doch den Teilnehmern der ersten Bauprojekte-Radtour der CDU Goch wird auch ohne Wasser die Dimension des künftigen Sees bewusst, als sie die zwei Hektar große Fläche auf dem Gelände der ehemaligen Reichswaldkaserne umrunden. „Wir schaffen Grundstücke am Wasser – etwas, das jeder am Niederrhein sucht, aber kaum jemand hat“, sagt Wolfgang Jansen.

Neu-See-Land sei ein gigantisches Projekt, betont der Geschäftsführer der Gocher Stadtentwicklungsgesellschaft. Auf 27 Hektar bietet es Wohnen sowohl am Wasser als auch – etwas günstiger – mit Blick auf den Gocher Berg. 29 Grundstücke und damit rund ein Drittel der zur Verfügung stehenden Flächen seien bislang verkauft worden, stellt Jansen fest. „Das ist ein sehr guter Fortschritt.“ Aktuell wird der zweite Bauabschnitt vermarktet, für einen dritten „schaffen wir Baurecht, sobald wir wissen, was die Menschen genau haben wollen“, kündigt Jansen an. Dann können auch Doppel- und Reihenhäuser gebaut werden.

Nachfrage nach großen Gewerbeflächen

Die Gruppe radelt weiter an die Stadtgrenze zu Weeze, wo ein interkommunales Gewerbegebiet entstehen soll. „Wir haben kaum noch Reserven an Gewerbeflächen in Goch, doch die Nachfrage nach zehn Hektar großen oder sogar noch riesigeren Arealen ist vorhanden“, sagt Stadtbaurat Dominik Bulinski. Der 47 Hektar große Gewerbepark Weeze-Goch zwischen L77 und A57 soll dieses Problem lösen. Der Weg bis zum Baurecht ist zwar noch weit, doch die Gespräche mit Investoren laufen.

Einige Teilnehmer der Radtour fragen beim Blick über die Felder, ob die Landwirte bereit sein werden, ihre Grundstücke zu verkaufen. „Davon sind wir abhängig“, antwortet Wolfgang Jansen, der verspricht zu gegebener Zeit alle Beteiligten an einen Tisch zu bitten.

Nächste Tour für den Herbst geplant

Zum Abschluss der gut zweieinhalbstündigen Rundfahrt halten Politiker, Verwaltungsmitarbeiter und Bürger an der Senioreneinrichtung der Bruderschaft zu Unserer Lieben Frau. Im Innenhof berichtet Geschäftsführer Norbert Lamers von den Zukunftsplänen um einen Ausbau der Tagespflege: „Wir werden von der Stadt eine Fläche an der Ecke Mühlenstraße/Adolf-Kolping-Straße kaufen.“ Dort seien zwölf bis 14 Plätze sowie vier bis fünf Wohnung vorgesehen.

„Es ist sehr interessant, Informationen über diese Projekte vor Ort zu erhalten“, stellt der Gocher Hans-Joachim Schürmanns fest, als die Rundreise zu Ende geht. Auch wegen des guten Zuspruchs kündigt Klaus Völling, stellvertretender CDU-Vorsitzender, die nächste Radtour für den Herbst an.

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