Interview-Serie

AfD-Kandidat Plorin fordert Abschaffung des Euro

Gerd Plorin, Wirtschaftsprüfer aus Kleve, tritt für die AfD im Kreis Kleve an.

Foto: Privat

Gerd Plorin, Wirtschaftsprüfer aus Kleve, tritt für die AfD im Kreis Kleve an. Foto: Privat

Kreis Kleve.   Gerd Plorin, AfD-Kandidat für den Kreis Kleve bei der Bundestagswahl, ist überzeugt, dass der Euro auch Deutschland Schaden zugefügt hat.

Gerd Plorin zählte zu den Gründungsmitgliedern der Alternative für Deutschland (AfD), im Kreis Kleve. Als Direktkandidat für den Bundestag fuhr er 2013 mit etwas über drei Prozent ein für ihn „enttäuschendes Ergebnis“ ein. Jetzt tritt der 67-jährige Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und seit einiger Zeit auch Rinderzüchter aus Kleve ein weiteres Mal an.


NRZ: Warum treten Sie für die AfD noch einmal an?

Gerd Plorin: Weil ich etwas ändern will. Der Euro muss weg. Es gibt keine andere Partei, die sich das auf die Fahne geschrieben hat. Alleine schon mit dem Euro wurde und wird Deutschland großer Schaden zugefügt. Außerdem schadet die wachsende, unkontrollierte Immigration unserem Gemeinwesen in finanzieller und gesellschaftlicher Hinsicht. Nimmt man auch noch die völlig missratene Energiewende hinzu, dann haben nicht nur wir, sondern auch unsere Kinder und Enkel Lasten zu tragen, die uns zum einen völlig unnötig aufgebürdet wurden und zum anderen unseren zukünftigen Handlungsspielraum auf anderen Politikfeldern nehmen. Gerade denjenigen Wahlberechtigten, die diese Fehlentwicklungen und die dafür Verantwortlichen erkannt haben, werde ich nun wieder eine Alternative bieten.

NRZ: Wofür setzen Sie sich ein, was dem Kreis Kleve zugute kommt?

Plorin: Vorrangige Aufgabe eines Bundestagsabgeordneten ist, für das Wohlergehen ganz Deutschlands zu sorgen. Geht es Deutschland gut, wird auch der Kreis Kleve davon profitieren. Aber ich würde mich auch dafür stark machen, dass der Flughafen Niederrhein in Düsseldorf als landespolitisch bedeutsam eingestuft wird und dass der Ausbau des schnellen Internets auch in ländlichen Gebieten vorankommt.

NRZ: Stört Sie nicht, dass viele AfD-Führungsleute extrem weit rechts stehen?

Plorin: Keiner der AfD-Führungsleute steht „extrem weit rechts“. Der Wettbewerb weiß, dass er die AfD in der Sache nicht stellen kann: Dann also besser unsachlich. Ich habe die AfD von Anfang an begleitet. Wissen Sie noch: Ein-Themen-Partei, Eurohasser, Partei alter Männer, Professorenpartei, Protestpartei, Ohne-Lösungen-Partei, ängsteschürende Partei, Partei der Abgehängten. Nun also die Nazikeule. Ich habe noch keinen Nazi in der AfD gesehen, schon gar nicht in der Führungsriege. Mit Unterstützung großer Teile der Medien als Steigbügelhalter der Blockparteien wird versucht, möglichst vielen Wahlberechtigten betreutes Denken aufzuzwingen, und leider funktioniert es teilweise auch: Wer morgens in der NRZ liest, die AfD sei rechtspopulistisch und dies dann abends von ARD und ZDF bestätigt bekommt, kann das dann schon mal glauben. Große Teile der Medien machen sich offenbar keine Gedanken darüber, dass sie diejenigen, die vielen Rentner den sorgenfreien Lebensabend und unseren Kindern eine unbelastete Zukunft genommen haben, zu Lasten der AfD weiter fördern.

Tatsächlich hat die AfD teilweise den Platz der CSU eingenommen. Die CDU ist doch links. Wir denken ähnlich wie der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach. Vieles, was dieser CDU-Mann sagt, sind AfD-Positionen. Etwa, wie er sich zur Grenzsicherung äußert.

NRZ: Haben Sie eigentlich schon Wahlkampf-Auftritte gehabt?

Plorin: Kaum, bis auf den am 8. September im Kernwasser Wunderland Kalkar. Eine gelungene Veranstaltung, die uns viel Lob eingebracht hat – gerade auch von Parteifremden, die vor Ort waren. Übrigens kann die Videoaufzeichnung der Veranstaltung auf www.afd-tv.de angesehen werden. Ansonsten versuchen Demokratiefeinde, zu denen unter anderem auch Frau Dr. Hendricks von der SPD gehört, mit Wort und Tat, teilweise durch Gewalt und deren Androhung gegenüber Räumevermietern, darauf hinzuwirken, dass der AfD keine Räume zur Verfügung gestellt werden.

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