Akkordeonorchester Bedburg-Hau

Akkordeonorchester Bedburg-Hau ist acht Jahre alt

Das Akkordeonorchester probt immer in Griethausen.

Foto: Andreas Daams

Das Akkordeonorchester probt immer in Griethausen. Foto: Andreas Daams

Bedburg-Hau.   Das Akkordeonorchester Bedburg-Hau gibt es seit acht Jahren. Mehr als 30 Auftritte im Jahr.

Sie spielen im Forstgarten, bei Weihnachtsmärkten, beim Klassikcafé auf Haus Aspel, beim Meilerfest, am 1. Mai, in Seniorenheimen und bei Familienfeiern. Die Musiker im Akkordeonorchester Bedburg-Hau sind Teil einer echten Erfolgsgeschichte.

Quicklebendig

2010 hatten einige Mitglieder des Blasorchesters Bedburg-Hau die Idee, ein Akkordeon-Ensemble zu gründen. Anfangs probten sie mit sechs, sieben Musikern. Jetzt sind sie 18 Instrumentalisten. Als sich das Blasorchester Bedburg-Hau 2015 aus Mangel an Instrumentalisten auflöste, blieb das einstige Tochter-Orchester quicklebendig übrig. Das trägt immer noch die Ortsbezeichnung Bedburg-Hau im Namen. Geprobt wird aber in Griethausen. Und die Spieler kommen aus dem ganzen Nordkreis, von Kranenburg bis Emmerich.

„Bedburg-Hau, das sind unsere Wurzeln“, erklärt André Philippi, der Vorsitzende des Akkordeonorchesters. Er selbst spielt E-Bass – neben Keyboard und Schlagzeug ist es das einzige Nicht-Akkordeon, was den Klang aber schön abrundet.

Es gibt Rentner im Orchester und viele Berufstätige, lange Zeit waren auch ein Student und eine Schülerin dabei. Man sieht: Das Instrument ist immer noch beliebt, man kann es auch an der Kreismusikschule lernen. Das tun auch einige Mitglieder des Akkordeonorchesters.

André Philippi erklärt sich den Erfolg auch mit der gemeinsamen Motivation: „Es macht Freude, zusammen zu musizieren.“ Stilistisch bewegt sich das Orchester zwischen Chanson und großer Oper, Volksmusik und Musical, Film und Schlager. Philippi: „Wir haben ein Programm von 60 bis 70 Titeln, die wir spielen können.“ Je nach Publikum gestalten die Musiker dann ihr Programm. Wobei beim Adventskonzert im Kellener Schützenhaus leicht 300 Zuschauer kommen und beim Auftritt im Forstgarten 400. Im vergangenen Jahr hatte das Orchester 31 Auftritte, 15 weitere konnte es aus Zeitgründen nicht annehmen. Für dieses Jahr sind jetzt schon 22 Auftritte fest geplant.

Eine muntere Truppe

Diese Auftritte braucht das Orchester allerdings auch. Nicht nur, um die Mitspieler zusammenzuschweißen. Sondern auch, um Einnahmen zu generieren. „Wir zahlen die Miete für den Probenraum, unseren Dirigenten und pro Jahr über 1200 Euro nur für die Noten“, sagt André Philippi. Dirigent Rinie Nijenhof hat übrigens auch schon das Blasorchester Bedburg-Hau geleitet.

Die Organisation koste zwar manchmal Nerven und Kraft, meint Philippi, aber die muntere Truppe mache das wieder wett. Darum darf auch der gesellige Teil nicht zu kurz kommen. Jedes Jahr gibt es ein Sommerfest, dazu einen obligatorischen Jahresabschluss beim Italiener. „Und bei Hochzeiten oder besonderen Geburtstagen unserer Mitglieder spielen wir natürlich auch“, ergänzt Philippi. Was ihn besonders freut, ist der Zuspruch aus dem Publikum. „Auch jüngere Leute haben schon oft gesagt, sie hätten nicht gedacht, dass ein Akkordeonorchester so schön klingen kann.“

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