Umgestaltung

Alter Skaterpark soll Platz für alle Generationen werden

Hannah Janßen hat gemeinsam mit Birte Raadts und Ines Lehbrink Entwürfe für den Mehrgenerationenplatz erarbeitet.

Foto: Andreas Gebbink

Hannah Janßen hat gemeinsam mit Birte Raadts und Ines Lehbrink Entwürfe für den Mehrgenerationenplatz erarbeitet. Foto: Andreas Gebbink

Kleve.   Der einstige Skaterpark an der Backermatt soll zu einer Freizeitfläche für Jung und Alt umgestaltet werden. Verwaltung stellt zwei Varianten vor.

Eigentlich ist es ein wunderschönes Grundstück, mitten in der Stadt gelegen zwischen Backermatt, Rahm- und Arntzstraße. Eine großzügige Fläche von 2000 Quadratmetern. Google-Maps weist für diesen Bereich sogar eine Grünzone aus - aber die Klever wissen: Der ehemalige Skaterplatz auf dem Heideberg ist heute eine traurige Asphaltwüste. Hier hält man sich nur ungern auf.

Doch das soll sich bald ändern. Die Stadt Kleve möchte mit Hilfe einer Landesförderung die heute ungenutzte Betonfläche mit neuem Leben füllen. Ein Mehrgenerationenplatz soll entstehen. Und was man sich genau darunter vorstellen soll, darüber haben sich Hannah Janßen, Birte Raadts und Ines Lehbrink von der Klever Stadtverwaltung Gedanken gemacht. Zwei Entwürfe wurden bereits im Generationenbeirat vorgestellt, nach der Sommerpause bekommt auch der Jugendhilfeausschuss die Planungen zu sehen.

Spielplatz, Begegnungsfläche und Wellnessoase

Der neue Platz soll vielseitig genutzt werden und eine Mischung aus Spielplatz, Begegnungsfläche und Wellnessoase darstellen. Hannah Janßen stellt sich für den nördlichen Teil zur Arntzstraße eine Tribüne vor, die man in den Hang bauen könnte. Davor läge dann eine Fläche zum Boulespielen und eine überdachte Bühne, die man für Veranstaltungen nutzen könnte. Zum Fußballspielen ist der Platz ausdrücklich nicht geeignet: „Es gibt ja bereits in 100 Metern Entfernung einen Platz, den man nutzen kann“, sagt Janßen.

Der zweite Teil der Fläche soll dann ein Wellness- und Fitnessbereich werden, mit Geräten und Spielmöglichkeiten, die es so in Kleve noch nicht gibt. Gedacht wird unter anderem an Sportgeräte zum Erhalt der Fitness, an ein Wassertretbecken, einen Picknickplatz und verschiedenartige Liegen. Eine Hollywoodschaukel könnte aufgebaut und ein schöner Barfußpfad soll angelegt werden. Über Trampoline könne man nachdenken sowie Kicker, Schachfeld und Tischtennisplatte, so Hannah Janßen.

Hochbeete als Alternative

Alternativ zum Wassertretbecken und den Sportgeräten könne man auch Hochbeete für städtische Gärtner anbieten. Hier müsse es aber ein Engagement aus der Bevölkerung geben, so Janßen. Denn die Gemüsebeete müssten regelmäßig gepflegt und bearbeitet werden. In der unmittelbaren Nachbarschaft gebe es drei Seniorenheime: „Vielleicht besteht hier ja ein Bedarf“, so Janßen.

Am 30. August wird der Jugendhilfeausschuss in die Planung eingebunden. Die Anwohner sollen ebenfalls befragt werden: „Möglicherweise gibt es ja auch ganz andere Bedarfe.“ Bis zur Umsetzung, die im nächsten Jahr erfolgen soll, soll ein externes Fachbüro mit der konkreten Ausführungsplanung beauftragt werden. Spätestens im Jahr 2020 muss der Mehrgenerationenplatz fertig sein, so Janßen.

Bis dahin sind noch einige Dinge zu klären. Unter anderem müsse die Beschaffenheit des Mauerwerks entlang der Rahmstraße und Backermatt überprüft werden. Möglicherweise müsse man dieses ausbessern.

>> EINE GRÜNE WALLGRABENZONE

Ursprünglich sollte die gesamte Wallgrabenzone entlang der Rahmstraße und Heideberger Mauer überplant werden. Denn auch der nahe gelegene Kinderspielplatz und der Bolzplatz hinter dem jüdischen Friedhof fristen ein trauriges Dasein. Vorerst hat die Verwaltung von dieser großen Lösung Abstand genommen.

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