Bundeswehr

Am Bundeswehrstandort Kalkar tut sich was

Richtfest an der Kalkar Kaserne

Richtfest an der Kalkar Kaserne

Foto: Andreas Daams

Kalkar.   In der Von-Seydlitz-Kaserne entstehen viele neue Gebäude für Luftwaffe und Nato. Bei zweien konnte man jetzt Richtfest feiern

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Insgesamt rund 67 Millionen Euro investiert der Bund in die Kalkarer Von-Seydlitz-Kaserne. Die Rohbauten für das künftige Lehr-, Ausbildungs- und Bürogebäude sind bereits abgeschlossen. Beim Richtfest konnte Armin Lövenich, Duisburger Niederlassungsleiter des Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW eine gute Nachricht verkünden: „Wir liegen voll und ganz im Kosten- und Zeitplan.“

Im Bürogebäude sollen 120 Arbeitsplätze eingerichtet werden, im Lehrzentrum entsteht neben mehreren Hörsälen ein NATO-Hochsicherheitsraum.

Die beiden Gebäude sollen Mitte 2019 fertiggestellt sein, die Kosten hierfür sind insgesamt mit rund 15 Millionen Euro veranschlagt. Danach sind weitere Neubauten geplant, darunter eine Funkstelle, ein Wirtschaftsgebäude und eine Sporthalle. Außerdem soll das Stabsgebäude saniert werden. Der BLB NRW führt die Baumaßnahmen im Auftrag des Bundes durch. Er verwaltet über 4000 Gebäude in NRW, entwickelt und plant neue Immobilien und modernisiert alte.

Lövenich lobte die Handwerker für die hervorragende Arbeit. Während der Arbeiten, die seit 2016 laufen, hat es bislang einen tragischen Arbeitsunfall gegeben. Der betroffene Arbeiter ist laut Lövenich aber wieder genesen und einsatzfähig.

Noch weitere Baumaßnahmen

Generalmajor Bernhard Schulte Berge verwies in seiner Ansprache auf die Bedeutung des Standorts Kalkar für die Bundeswehr: „Diese neuen Gebäude stehen sinnbildlich für die vielen Neuerungen und Veränderungen hier am multinationalen Luftwaffenstandort Kalkar.“ Er kennt „diese Kaserne bereits, seit ich als Jugendlicher meine ersten Berührungspunkte mit der Bundeswehr hatte.“ Nach 44 Jahren endet seine Dienstzeit in wenigen Tagen. „Vor über vier Jahrzehnten war für mich das erste Betreten dieser Kaserne ein Aufbruch in die Zukunft – und heute ist dieses Richtfest ein Meilenstein für die Zukunft dieser Liegenschaft und das Zentrum Luftoperationen.“

Günter Pageler, Stellvertretender Bürgermeister der Stadt Kalkar, sprach die derzeitigen viel zu kleinen Büros und bedenklichen sanitären Einrichtungen an. „Von den laufenden und in den nächsten Jahren noch umzusetzenden Baumaßnahmen profitieren alle Dienststellen am Standort Kalkar/Uedem.“ Sogar die Diensthunde dürften sich über ein neues Zuhause freuen.

Seit 1969 ist Kalkar Bundeswehrstandort. Hier sind Kommandobehörden der Luftwaffe und der NATO untergebracht. Benannt ist die Kaserne nach Friedrich Wilhelm von Seydlitz, der in Kalkar geboren wurde und im preußischen Militär Karriere machte.

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