Goch. Beim Gocher Recyclingbetrieb RCN Chemie ist in einer Anlage ein kleiner Schwelbrand ausgebrochen. Warum viele Kräfte im Einsatz waren.

Bei Arbeiten an einer technischen Anlage auf dem Gelände von RCN Chemie an der Daimlerstraße in Goch ist am Donnerstagmorgen, 7. Dezember, gegen 9 Uhr ein Kleinbrand in einem Lösemittelgemisch entstanden. Der Recyclingbetrieb für chemische Produkte alarmierte sofort die Feuerwehr Goch und leitete eigene Löschmaßnahmen an dem Schwelbrand ein.

Großeinsatz für die Gocher Feuerwehr an der Daimlerstraße.
Großeinsatz für die Gocher Feuerwehr an der Daimlerstraße. © FUNKE Foto Services | Arnulf Stoffel

„Durch den Vorfall hat zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung bestanden. Es ist kein Gefahrstoff ausgetreten, niemand ist verletzt worden“, stellte die Feuerwehr Goch fest. Unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Stefan Bömler wurden weitere Löscharbeiten mit Schaum eingeleitet. Nach gut eineinhalb Stunden konnte der Leitstelle „Feuer aus“ gemeldet werden. Aufräum- und Kontrollarbeiten vor Ort dauerten am Mittag noch an.

Hohe Zahl an Einsatzkräften

Bis zu 84 Feuerwehrleute waren im Einsatz
Bis zu 84 Feuerwehrleute waren im Einsatz © FUNKE Fotos Services | Arnulf Stoffel

Die Gocher Feuerwehr war in der Spitze mit 84 Einsatzkräften vor Ort. „Die hohe Zahl an Einsatzkräften resultiert aus den größtmöglichen Sicherheitsvorkehrungen, die für Einsatze in Unternehmen wie diesen zu treffen sind“, erläuterte Feuerwehrsprecher Torsten Matenaers.

So wurde der Löschangriff der Feuerwehr unter Chemikalienschutzanzug (CSA) durchgeführt. Für die Einsatzkräfte, die diesen Schutz tragen, muss standardmäßig ein Dekontaminationsplatz eingerichtet werden. „Dies ist sehr personalintensiv. Daher waren nicht nur Kräfte des ABS-Zuges sowie der Löschzüge Stadtmitte, sondern auch aus Hülm und Asperden vor Ort“, so Matenaers. Ebenfalls in Bereitstellung befanden sich die Wechselladerfahrzeuge „Schaum“ und „Atemschutz“ des Kreises Kleve sowie jeweils ein RTW der Malteser und des DRK.