Stadtentwicklung

Auf den letzten Drücker

n der Nähe der Karl-Kisters-Realschule soll die Verwaltung ein freies Grundstück für einen Neubau suchen.

n der Nähe der Karl-Kisters-Realschule soll die Verwaltung ein freies Grundstück für einen Neubau suchen.

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Kleve.   Bis Ende Juni soll jetzt ein Grundstück und ein Raumplan für einen Neubau des Adenauer-Gymnasiums vorliegen. Ansonsten sind die Pläne passé

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Bis Juni soll die Stadtverwaltung ein fertiges Konzept für einen möglichen Neubau des Konrad-Adenauer-Gymnasiums vorlegen. Darauf verständigte sich jetzt der Stadtrat in seiner letzten Sitzung des Jahres mit einem einstimmigen Votum. Die CDU hatte einen entsprechenden Antrag zur Prüfung eines Neubaus in Kellen eingereicht, dieser wurde nun auf Bitten der SPD mit einer zeitlichen Frist versehen.

Grundstücksfrage klären

Die Stadt soll nun konkrete Verhandlungen über ein Grundstück in der Nähe der Karl-Kisters-Realschule führen. Auf einen konkreten Standort wollte man sich verständlicherweise nicht festlegen. „Wir sollten da absolut offen sein, um den Eigentümern der Flächen nicht in eine Monopol-Stellung zu bringen“, sagte Daniel Rütter (FDP). Kämmerer Willibrord Haas sagte: „Sie wissen, dass wir in Kleve keine Mondpreise bezahlen werden. Sie haben uns jetzt eine deutliche, zeitliche Begrenzung gegeben und auch den Standort offen gehalten. Das gibt uns Spielraum“.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Petra Tekath, die einem Neubau eher kritisch gegenüber steht, sagt in ihrer Haushaltsrede, dass die Sozialdemokraten unter Umständen auch einem Neubau zustimmen könnten, wenn denn die Finanzierung stimmt und auch das Lehrerkollegium damit einverstanden ist. „Wir sind keine Verweigerer. Wichtig ist uns, dass der Standort in Kellen bleibt. Und wenn bis zum 30. Juni kein Grundstück gefunden worden ist, dann muss auch das Vorhaben Neubau aufgegeben werden. Dann wird das KAG saniert.

Michael Bay (Grüne) zeigte sich sehr erfreut über die Entscheidung des Rates: „Endlich kommt Bewegung in die Hütte.“ Seit 2013 verhandele man in der Sache - ohne Ergebnis. Es sei gut, wenn jetzt die Kosten für einen Neubau und einer Sanierung gegenüber gestellt werden.

Daniel Rütter (FDP) wünschte, dass die Stadt erst die Grundstücksverhandlungen führt und dann ein Raumkonzept erstellt. „Sonst geben wir am Ende Geld für ein Konzept aus und haben noch gar kein Grundstück.“ Aufgrund der knappen Zeit sagte Willibrord Haas jedoch, dass man diese beiden Aufgaben parallel angehen müsse. „Wir können das nicht nacheinander machen. Sonst schaffen wir das zeitlich nicht.“

Wolfgang Gebing (CDU) sprach sich noch einmal für einen Neubau aus. Vor allem weil eine Sanierung unkalkulierbare Risiken mit sich bringe und eine Nähe zur Karl-Kisters-Realschule auch langfristig alle Optionen offen lasse.

Keine Entscheidung Voba-Plätze

Offen gelassen wurde auch noch die Benennung der Flächen rund ums Volksbankgebäude am Spoykanal. Wie berichtet, gibt es Uneinigkeit innerhalb der Politik über die Bezeichnung „Raiffeisen-Tor“. Die CDU wünscht sich rund um die Herzogstraße lieber einen „Herzogplatz“. Die Verwaltung hatte zu dieser Frage eine neue Drucksache erarbeitet, die wurde allerdings von Bürgermeisterin Sonja Northing nicht auf die Tagesordnung gesetzt. Somit konnte darüber nicht abgestimmt werden – wie von der Politik gewünscht. Der Ausschuss für Kultur- und Stadtgestaltung muss sich jetzt erneut damit befassen.

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