Politik

Ausschuss vertagte Parkplatz-Entscheidung

Parkplatz an der Steinwässerung / Nähe Tiggelstraße in Kranenburg.

Parkplatz an der Steinwässerung / Nähe Tiggelstraße in Kranenburg.

Foto: Claudia Gronewald / NRZ Kleve

Kranenburg.  Die Kranenburger Verwaltung will den Parkplatz Steinwässerung vergrößern. Erweiterung um 36 Plätze würde 300.000 Euro kosten

Vertagt wurde die Entscheidung über die geplante Umgestaltung des Parkplatzes an der Steinwässerung im Planungs- und Umweltausschuss. Derzeit gibt es an der Steinwässerung rund 80 Parkplätze. Seit der Fertigstellung 2005 habe das Parkaufkommen deutlich zugenommen, argumentierte die Verwaltung. Das Angebot an Stellplätzen werde inzwischen regelmäßig ausgeschöpft. Dazu beigetragen hat nach ihrer Ansicht die Entwicklung im Bereich der nahen Tiggelstraße, unter anderem durch das Ärztehaus und das Restaurant „Nimweger Tor“. Hinzu komme, dass in Richtung Schützenhaus eine Hol- und Bringzone für die Grundschule eingerichtet worden sei (drei Stellplätze).

Insgesamt gäbe es dann dort 113 Parkplätze

Mit dem Klever Ingenieurbüro Fuhrmann & Keuthen entwickelte die Gemeinde daher eine Planung, die ohne den zusätzlichen Erwerb eines angrenzenden (privaten) Grundstücks zur Erhöhung der Parkplätze auf 113 auf gemeindeeigenem Grund führen soll. Die Kosten inklusive Nebenkosten und Anlegen eines Regenwasserkanals lägen bei rund 300.000 Euro, so die Verwaltungsvorlage. Erreichen will man dies durch eine Schrägaufstellung der Fahrzeuge, die bisher in Reihe geparkt werden müssen (14 weitere Plätze), und die sogenannte Überbauung des Geländes im nördlichen Bereich (weitere 22 Plätze).

Die Politik wollte diesem Vorschlag nicht folgen. Die CDU beantragte die Vertagung, weil sie zur „Optimierung der Gestaltung“ zunächst Gespräche mit dem Eigentümer des nördlichen Grundstücks führen möchte, wie Joachim Janßen erklärte.

„Parkdruck“ sahen die Ausschussmitglieder nicht

Die Bündnisgrünen wollten erst die weitere Entwicklung des Marktplatzes abwarten und „das Gelände in einem Guss planen“, wünschte sich Andreas Mayer. Im übrigen „sehen wir an dieser Stelle keine Parkplatzprobleme“, sagte er auch mit Blick auf die Kosten. Auch den von der Verwaltung betonten „Parkdruck“ sahen die Ausschussmitglieder nicht gegeben.

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