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Bahn erkennt Bedarf für zweigleisige Strecke nach Kleve

Nur am Bahnhof Kleve ist die Strecke des RE10 zweigleisig. Die Bahn hat jetzt erklärt, dass ein Streckenausbau wohl sinnvoll wäre.

Nur am Bahnhof Kleve ist die Strecke des RE10 zweigleisig. Die Bahn hat jetzt erklärt, dass ein Streckenausbau wohl sinnvoll wäre.

Foto: Andreas Gebbink

Kreis Kleve.   Der zweigleisige Ausbau der Strecke der Linie RE10 zwischen Kleve und Geldern werde von der DB Netz-AG geprüft.

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Die Deutsche Bahn hat in einer ersten Antwort auf das Schreiben der niederrheinischen Abgeordneten, Landräte und Bürgermeister zum Ausbau und zur Modernisierung der RE 10-Bahnstrecke Verbesserungsbedarf anerkannt. Als wesentliche Ursachen für die unbefriedigende gegenwärtige Betriebsqualität auf der Bahnstrecke nennt die Deutsche Bahn die Bahnübergangsproblematik mit über 80 Bahnübergängen, die teils stark veraltet und störanfällig seien sowie die stark veraltete Stellwerkstechnik.

Die Deutsche Bahn geht in ihrem Schreiben auf die Forderungen der Politiker zum zweigleisigen Ausbau zwischen Geldern und Kleve sowie die Elektrifizierung des gesamten Streckenabschnittes von Krefeld nach Kleve mit dem Hinweis ein: Geprüft werde die Machbarkeit der vom Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) angekündigten Ausweitung des Schienenpersonennahverkehrs ab 2025 auf dem Streckenabschnitt Düsseldorf-Kleve im Rahmen einer Fahrplanstudie durch die DB Netz AG. Eine Ableitung eventuell erforderlicher Infrastrukturmaßnahmen könne auf Basis der Ergebnisse dieser Studie erfolgen, so die Deutsche Bahn.

Eine finanzielle Beteiligung des Bundes an den Baukosten dieser Maßnahmen wäre gegebenenfalls möglich.

Voraussetzung hierfür sei der Nachweis des volkswirtschaftlichen Nutzens (Nutzen-Kosten-Untersuchung) für diesen Streckenabschnitt. Dazu wäre die grundsätzliche Zustimmung sowie eine wesentliche finanzielle Beteiligung des Landes Nordrhein-Westfalen notwendig.

Hybrid-Fahrzeuge prüfen

Ferner will die Deutsche Bahn zusätzlich Alternativkonzepte wie z.B. den Einsatz von umweltfreundlichen Hybrid-Fahrzeugen vom VRR oder dem Land NRW überprüfen lassen. „Eine gute und verlässliche Bahnverbindung zwischen Kleve und Krefeld ist für viele Menschen in unserer Region – nicht zuletzt für die vielen Berufspendler – von großer Bedeutung. Wir freuen uns deshalb, dass endlich Bewegung in die Sache kommt“, erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Rouenhoff gemeinsam mit den beiden CDU-Abgeordneten Günther Bergmann und Margret Voßeler. „Es ist wichtig, dass wir den Druck hochhalten und weiter Gespräche mit Bund, Land, Bahn und VRR führen, um nachhaltige Verbesserungen auf der Bahnstrecke zu erreichen“, so der FDP-Abgeordnete Stephan Haupt.

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