Gastro-Gründerpreis

„Bar & Brot“ aus Kleve bekommt große Aufmerksamkeit

Die Gewinner des Deutschen Gastro-Gründerpreises 2019. Eva de Schrevel aus Kleve steht ganz rechts.

Die Gewinner des Deutschen Gastro-Gründerpreises 2019. Eva de Schrevel aus Kleve steht ganz rechts.

Foto: Hamburg Messe und Congress/Nicolas Maack

Kleve.   „Riesen unternehmerischer Erfolg“: Beim Finale des Deutschen Gastro-Gründerpreises präsentierte Eva de Schrevel ihr Lokal „Bar & Brot“ aus Kleve.

Düsseldorf vor Augen, Hamburg in der frischen Erinnerung und Kleve immer im Kopf: Eva de Schrevel erlebt derzeit ereignisreiche Tage. Für ihr Klever Lokal „Bar & Brot“ nutzte sie am Wochenende bei der Internorga 2019 in Hamburg die große Bühne. Bei der Leitmesse für Gastronomie durfte sie als eine der fünf Gewinnerinnen und Gewinner des Deutschen Gastro-Gründerpreises vor einem großen Fachpublikum ihr Konzept vorstellen.

Und auch wenn de Schrevel den mit 10.000 Euro dotierten Hauptgewinn nicht mit an den Niederrhein nahm: „Das ist ein riesen unternehmerischer Erfolg“, sagte sie am Montag im Telefongespräch mit der NRZ. Da war die 31-Jährige bereits wieder auf der „ProWein“, der Internationalen Fachmesse für Weine und Spirituosen in Düsseldorf, unterwegs.

Tim Mälzer moderierte die Final-Veranstaltung

Super aufregend sei es beim Finale des Deutschen Gastro-Gründerpreises in Hamburg gewesen, erzählte Eva de Schrevel. „Wir fünf Gewinner standen bei diesem tollen Event im Vordergrund.“ Bei der Veranstaltung, die TV-Koch Tim Mälzer moderierte, ging es für die Niederrheinerin als Erste auf die Bühne. In fünf Minuten konnte sie sich und ihr Geschäft „Bar & Brot“ präsentieren, in dem sie seit gut einem Jahr hochwertige Biere, Weine, Spirituosen, selbstgebackene Brote und Feinkost aus der Region anbietet.

„Ich brenne fürs Brennen“, sagte de Schrevel launig vor dem Fachpublikum mit Blick auf die Niederrhein-Destille ihrer Eltern in Emmerich und den Brennerlehrgang, den sie an der Universität Hohenheim absolvierte. „Ich liebe dieses klassische, traditionelle Handwerk.“

Werbung für regionale Spezialitäten vom Niederrhein

Sie erzählte in der Hansestadt, wie sie sich auf die Suche nach einem passenden Ort für ihren Schritt in die Selbstständigkeit gemacht hatte: „Eine Location findet man in Kleve wohl einfacher als in Hamburg oder einer anderen Großstadt.“ Die begrenzte Präsentationszeit nutzte de Schrevel zudem, um Werbung für das Essen vom Niederrhein zu machen: „Regionalität ist Nachhaltigkeit 2.0. Wenn wir unsere Region nutzen, dann sind wir nachhaltig. Ich versuche, mit so vielen Leuten wie möglich aus der Region zusammenzuarbeiten.“

Nach der Vorstellung aller Konzepte wählten die Zuschauer den Hauptgewinner. Die meisten Stimmen erhielt das Münchener Café „Über den Tellerrand“, dessen Team sich ausgelassen über den mit 10.000 Euro dotierten Preis freute.

Satte Gewinne für die Gründerinnen und Gründer

„Natürlich wäre diese Summe auch schön gewesen“, sagte Eva de Schrevel im Gespräch mit der NRZ. Aber Enttäuschung fühlte die studierte Wirtschaftspsychologin nicht, denn auch die vier anderen Gastronomie-Gründer gingen nicht leer aus. Für sie gibt’s unter anderem 2000 Euro für Gastronomiebedarf, eine professionelle Gründungsberatung und die zweijährige Gastmitgliedschaft im Leaders Club, dem Zusammenschluss von weltweit führenden Gastronomen und Entscheidungsträgern der Industrie. Zudem wird ein erfahrener Gastronom aus der hochkarätig besetzten Jury Eva de Schrevel in Kleve betreuen.

Auch die Großstadt ist für de Schrevel interessant

„Diese Kontakte sind sehr wertvoll“, stellte die Gründerin fest, die bei der Preisverleihung viel positives Feedback hörte. „Mein Konzept trifft den Nerv der Zeit.“ Folgt daraus demnächst der nächste große Schritt?

Auf der Hamburger Bühne sagte sie jedenfalls, dass sie das, was in Kleve geklappt hat, gerne auch in einer Großstadt versuchen würde. „Das ist noch Zukunftsmusik“, schränkte de Schrevel im Gespräch mit der NRZ ein. „Mit der passenden personellen Ausstattung und einem Geschäftspartner oder Investor würde ich dies aber tatsächlich irgendwann wagen.“

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