Organisations-Untersuchung

Bauhof in Kalkar wird wohl neu gebaut

Nach der Organisations-Untersuchung des Bau- und Betriebshofes spricht jetzt wohl alles für einen Neubau.

Nach der Organisations-Untersuchung des Bau- und Betriebshofes spricht jetzt wohl alles für einen Neubau.

Foto: Andreas Gebbink

Kalkar.   „Das größte Problem ist der Standort selbst“, meinte Bürgermeisterin Britta Schulz nach der Vorstellung der Organisations-Untersuchung.

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Gänzlich überraschend war das Fazit nach der Organisations-Untersuchung des Bau- und Betriebshofes der Stadt Kalkar durch die Kommunalagentur NRW nicht: Das Gebäude ist in sehr schlechtem baulichen Zustand, es fehlt unter anderem an Sanitär-Räumen, Platz für die Mitarbeiter, die Hallen sind nicht beheizt und viel zu klein zum Rangieren der Fahrzeuge. „Die Strukturen sind zudem nicht auf dem neuesten Stand der Technik“, meinte der Vertreter der Agentur.

Er lobte im Zuge der Analyse explizit die 17 Mitarbeiter des Bauhofes. Sie seien gut ausgebildet, und die Altersstruktur sei ebenfalls gut. Der Generationswechsel habe, anders als etwa im Bedburg-Hauer Bauhof, der ebenfalls untersucht worden war, bereits stattgefunden.

Bericht nach der Sommerpause

Viele Missstände, etwa dass der stellvertretende Bauhofleiter kein Büro hat, sondern im Flur seinen Schreibtisch stehen habe, seien bereits abgestellt worden, erläuterte im Rat Stadtoberbaurat Frank Sundermann für die Verwaltung. Der anmerkte, dass zuletzt auch die Unfallkasse bei einem Rundgang durch die Gebäude zahlreiche technische Unzulänglichkeiten, etwa veraltete Elektro-Installationen, bemängelt hatte. Was sogar eine Schließung des Bauhofes zur Folge haben könnte. „Wir werden jetzt einen Bericht anfertigen, um dem Rat vorzuschlagen, wie es weiter gehen soll“, sagte Sundermann. Nach der Sommerpause werde dieser vorliegen.

Eine interkommunale Zusammenarbeit mit dem Bauhof in Bedburg-Hau sei lediglich in einigen Bereichen, etwa der Verwaltung, der Mitarbeiter-Schulung, eventuell einer gemeinsamen Werkstatt, sinnvoll, hieß es. Nicht zuletzt auch die großen Entfernungen im Falle einer theoretischen Zusammenlegung würden gegen eine Fusion sprechen.

Lob für Mitarbeiter

Einig war sich der Rat, dass dringend ein Standort-Konzept vorgelegt werden müsse. „Der Bauhof ist Dienstleister und braucht Standards, damit er wirtschaftlich arbeiten kann“, riet der Agentur-Mitarbeiter.

„Unter diesen Bedingungen im Bauhof haben die Mitarbeiter bisher eine maximale Leistung erbracht“, lobte Lutz Kühnen, Fraktionsvorsitzender des Forums deren Engagement. „Am Ende wird es wohl auf einen Neubau hinauslaufen“, sagte Willibald Kunisch (Grüne). Was aber auf dem heutigen Gelände platzmäßig nicht möglich sein dürfte.

Oyweg ist möglicher Standort

„Das größte Problem ist der Standort selbst“, lautete das Fazit von Bürgermeisterin Britta Schulz. Nach NRZ-Informationen würde ein Neubau etwa zwei bis drei Millionen Euro kosten. Als Standort, so erfuhr die NRZ weiter, kommt aus städtischer Sicht das Gewerbegebiet am Oyweg in Frage. Dort gebe es noch entsprechende Freifläche. Realisiert werden könnte das Projekt dann bis 2021.

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