Straßenbeleuchtung

Bedburg-Hau tauscht Laternen aus

In Bedburg-Hau wurden weitere Straßenlaternen ausgetauscht. Bürgermeister Peter Driessen freute sich. Unten: Dirk Krämer (Innogy) und Karsten Menke (Bedburg-Hau).

Foto: Andreas Gebbink

In Bedburg-Hau wurden weitere Straßenlaternen ausgetauscht. Bürgermeister Peter Driessen freute sich. Unten: Dirk Krämer (Innogy) und Karsten Menke (Bedburg-Hau).

Bedburg-Hau.   Mittlerweile wurden 401 Straßenleuchten auf LED-Technik umgestellt. Das ist nicht nur gut fürs Portemonnaie, sondern auch für Klima und Umwelt

Als Gemeinde kann man da nicht viel falsch machen: Das Unternehmen Innogy bezahlt den größten Batzen und Bedburg-Hau profitiert von der Stromeinsparung. 205 Straßenlaternen wurden jetzt von der RWE-Tochtergesellschaft in den Bedburg-Hauer Ortschaften auf LED-Technik umgerüstet. 37 000 Kilowattstunden Strom werden dadurch eingespart – damit könnte man gut sieben Durchschnittsfamilien ein Jahr lang mit Strom vorsorgen. Die Gemeinde Bedburg-Hau merkt diese Ersparnis jetzt im Portemonnaie: Die Stromrechnung fällt fortan um rund 10 000 Euro im Jahr niedriger aus.

Über den Stromkonzessionsvertrag hat Bedburg-Hau das Unternehmen Innogy dazu verpflichtet, die Straßenlaternen peu à peu auf moderne und energiesparende LED-Lampen umzurüsten. Bislang wurde ein Drittel der Leuchten ausgetauscht (insgesamt 401), weitere Umstellungen sollen nach einer Wirtschaftlichkeitsprüfung erfolgen. In den vergangenen Tagen wurden gleich mehrere Laternenköpfe umgerüstet. „Die neuen LED-Leuchten leisten einen Beitrag zum Klimaschutz“ sagte gestern Projektleiter Dirk Krämer während eines Pressetermins in Schneppenbaum.

Höhere Lichtausbeute

Die neuen Laternenköpfe sind deutlich kleiner, und gefühlt geben sie weniger Licht: „Aber das stimmt nicht. Die Lux-Zahl ist die gleiche wie vorher“, bestätigte Bürgermeister Peter Driessen, der gestern gemeinsam mit Karsten Menke vom Fachbereich Planen die Arbeiten begutachtete. Das Gegenteil sei richtig: „Die Lichtausbeute der neuen Leuchten ist höher“, sagte Driessen. Ein Bürger, der mit seinem Fahrrad vorbeikam, zeigte sich dennoch skeptisch.

Die ältesten „Peitschenleuchten“ – so heißen die alten Bogenlampen – sind 25 Jahre alt und verbrauchen ein Vielfaches an Energie. 20 Tonnen CO2 könne man durch die neue Maßnahme im Jahr einsparen, sagte Dirk Krämer. Die neuen Lampen würden mindestens zehn Jahre halten und im Durchschnitt 40 000 Stunden leuchten. Im Gegensatz zu den alten Röhrenlampen sind die LED-Leuchten weniger witterungsempfindlich und reagieren auch nicht sensibel auf Erschütterungen.

Insektenfreundliche Lampen

Da die Gemeinde Bedburg-Hau künftig insektenfreundlicher werden will, soll beim nächsten Austausch der Laternen auch auf diesen Aspekt geachtet werden: „Es gibt mittlerweile Leuchtmittel, die weniger Insekten anziehen“, sagte Dirk Krämer. Durch stets mehr Lichtquellen in Wohn- und Gewerbegebieten (Lichtverschmutzung) sterben jährlich Millionen Insekten in Deutschland. Zweijährige Untersuchungen aus dem Westhavelland haben gezeigt, dass der Anflug von Insekten durch LED-Lampen deutlich verringert werden kann. Mutmaßlich kommt es auf das Spektrum der LEDs an.

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